{"id":9457,"date":"2021-05-25T20:38:48","date_gmt":"2021-05-25T18:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ivescovi.ch\/?p=9457"},"modified":"2021-05-25T20:40:12","modified_gmt":"2021-05-25T18:40:12","slug":"communique-196-sitzung-der-dok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/ivescovi\/communique-196-sitzung-der-dok\/","title":{"rendered":"Communiqu\u00e9 196. Sitzung der DOK"},"content":{"rendered":"\n<h4>196. Sitzung der DOK vom 18. Mai 2021<\/h4>\n<p>Die DOK hielt die zweite Sitzung in diesem Jahr erstmals wieder mit pers\u00f6nlicher Teilnahme im Pfarreizentrum St. Josef, Z\u00fcrich, ab. Zum ersten Mal wurde dabei der Bischof von Chur, Mgr. Dr. Joseph Maria Bonnemain begr\u00fcsst. Verabschiedet wurden schriftlich die scheidenden Mitglieder Bischof Peter B\u00fcrcher, Weihbischof Dr. Marian Eleganti und Generalvikar Dr. Martin Grichtig; ihre Mitarbeit in der DOK wurde verdankt.<\/p>\n<p>Ein zentrales Traktandum an diesem Tag waren zahlreiche Ver\u00e4nderungen und Informationen aus dem Bereich der Bildung. Davon r\u00e4umte die DOK dem neuentstehenden Institut im Reusshaus einen gr\u00f6sseren Raum f\u00fcr die Vorstellung durch die Institutsleitung Ruedi Beck und Sabine Br\u00e4ndlin sowie die nachfolgende Diskussion unter den Mitgliedern der DOK ein. Daher wird hier auch der ganze Wortlaut der Kommunikation wiedergegeben:<\/p>\n<p><strong>Entscheid der DOK vom 18. Mai 2021 zum Institut im Reusshaus:<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf private Initiative besuchten 2016, 2017 und 2019 Personen aus der r\u00f6m.-kath. und der evang.-ref. Kirche in der Schweiz das St. Mellitus College in London. Begeistert von dieser inspirierenden und vielseitigen Ausbildungsst\u00e4tte, begann eine Gruppe, die Realisierung eines \u00e4hnlichen Institutes in der Schweiz zu planen und Gespr\u00e4che auf verschiedenen kirchlichen Ebenen zu f\u00fchren. Mit der f\u00fcr viele \u00fcberraschenden Ver\u00f6ffentlichung Ende Januar 2021, dass der Studienbetrieb im Herbst 2021 aufgenommen werde, meldeten sich kritische und ablehnende Stimmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die DOK antwortet mit der folgenden Stellungnahme auf die Anfrage ihres Bildungsrats nach der kirchlichen Anerkennung dieser Initiative. Sie dankt allen Gremien, die sich in den vergangenen Monaten mit der Initiative \u00abReusshaus\u00bb auseinandergesetzt und Eingaben an die DOK gemacht haben, sowie der Institutsleitung f\u00fcr die Gespr\u00e4che.<\/em><\/p>\n<p><em>In diesen Tagen betet die Kirche um die Kraft des Heiligen Geistes zur Erneuerung, zur Wandlung, wie sie Papst Franziskus immer wieder anmahnt. Daher m\u00f6chte die DOK eine \u00f6kumenische, missionarisch ausgerichtete und auf Pluralit\u00e4t bedachte Initiative wie diejenige des Reusshauses nicht einfach ablehnen, sondern ihr durch eine Experimentierphase die M\u00f6glichkeit bieten, einen neuen Weg in der kirchlichen Bildungslandschaft zu er\u00f6ffnen. Die DOK anerkennt, dass diese Ausbildung hinsichtlich der erforderlichen Studienleistungen an den H\u00f6heren Fachschulen in der Schweiz und folglich an Berufsausbildungen Mass nimmt.<\/em><\/p>\n<p><em>Darum begleitet die DOK die Initiative \u00abInstitut im Reusshaus\u00bb f\u00fcr eine Experimentierphase von f\u00fcnf Jahren ab September 2021. Sie beauftragt ihren Bildungsrat, die Grundlagen f\u00fcr eine j\u00e4hrliche Evaluation der Ausbildung und die Kl\u00e4rung offener Fragen in Zusammenarbeit mit der Qualit\u00e4tssicherungskommission QSK und der Institutsleitung zu erarbeiten. Dabei geht es u.a. um:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>die Erf\u00fcllung der Ausbildungsqualit\u00e4tsstandards wie z.B. die EduQua-Zertifizierung, die Akkreditierung als kirchliche Ausbildungsinstitution, die Anerkennung der Ausbildungsmodulidentifikationen.<\/em><\/li>\n<li><em>die Kl\u00e4rung der Anschlussm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die im dreij\u00e4hrigen Ausbildungsgang Diplomierten: Welche Zusatzleistungen sind zu erbringen, um einen Abschluss in Katechese oder Jugendarbeit nach ForModula zu erlangen? Unter welchen Bedingungen kann am Religionsp\u00e4dagogischen Institut in Luzern weiterstudiert werden? Unter welchen Bedingungen an den theologischen Fakult\u00e4ten?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>F\u00fcr die unter a und b erw\u00e4hnten Punkte erwartet die DOK die Kl\u00e4rung bis Ende 2022, damit Studenten\/-innen im Reusshaus wissen, worauf sie sich einlassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit einer Studienleistung von rund 3&#8217;340 Stunden n\u00e4hert sich die Ausbildung am Institut im Reusshaus den Ausbildungen H\u00f6herer Fachschulen an (z.B. sozio-kulturelle Animation). Im kirchlichen Kontext erhalten z.B. Jugendarbeiter\/-innen mit diesem Ausbildungsniveau ihren Auftrag (Stellenbeschrieb) von der Leitung der Pfarrei, welche entsprechende Stellen gemeinsam mit der Anstellungsbeh\u00f6rde ausschreibt. Wer am Institut im Reusshaus im dreij\u00e4hrigen Curriculum \u00abTheologie und Gemeindebildner\/-in\u00bb studiert, geh\u00f6rt darum vom Ausbildungsniveau her nicht zu den Bistumsstudierenden wie die Theologiestudentinnen und die Religionsp\u00e4dagogen. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Gemeindebildner\/-innen aus dem Reusshaus erhalten den kirchlichen Auftrag also von der Leitung der Pfarrei. Die Bisch\u00f6fe erteilen keine Missio Canonica und z\u00e4hlen sie nicht zur Gruppe der Seelsorger\/-innen. Die Personal\u00e4mter der Bist\u00fcmer sind bei ihren Anstellungen nicht involviert (Ausnahme: Oberwallis).<\/em><\/p>\n<p><em>Die DOK erwartet, dass der trilaterale Ausbildungsvertrag (Student\/-in, Praxis-Ausbildungsort und Institut im Reusshaus) verl\u00e4sslich abgeschlossen wird. Sie nimmt zur Kenntnis, dass es sich w\u00e4hrend der Ausbildung um eine 40%-Anstellung handelt. Die DOK erwartet von der Institutsleitung, dass sie Studierende im Reusshaus darauf aufmerksam macht, dass die dreij\u00e4hrige Ausbildung keine Garantie f\u00fcr eine sp\u00e4tere berufliche T\u00e4tigkeit in den Kirchen gibt, solange es sich um eine Experimentierphase handelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen\u00fcber anderen Initianten \u00e4hnlicher Ausbildungsprojekte h\u00e4lt die DOK fest, dass sie in gleicher Weise wie das Institut im Reusshaus auch andere Projekte pr\u00fcfen wird. Bedingung daf\u00fcr sind vergleichbare Studienanforderungen auf dem Niveau der H\u00f6heren Fachschulen. <\/em><\/p>\n<p><em>Im Anschluss an dieses Traktandum besch\u00e4ftigte sich die DOK mit weiteren Themen aus dem Bereich Bildung und stellte fest, dass hier vieles in Bewegung ist. Einige dieser Ver\u00e4nderungen werden mit den betreffenden Stellen weiter diskutiert und dort kommuniziert. Hier sollen nur zwei Themen kurz hervorgehoben werden: Mit ForModula wurde mit grossem Aufwand ein vereinheitlichtes qualifiziertes Ausbildungssystem im Bereich der Katechese und Jugendarbeit geschaffen. Trotz Schwierigkeiten in einigen Kantonen und Regionen der Deutschschweiz und entstehenden Angeboten ausserhalb dieses Systems, h\u00e4lt die DOK in einem Votum an den Bildungsrat daran fest. Die DOK ist von dessen Potenzial weiterhin \u00fcberzeugt und sieht den Nutzen davon bei der Anstellung von katechetischem Personal. Die Anfragen an ForModula werden vom Bildungsrat aufgenommen und eine \u00dcberarbeitung des Baukastens Katechese ist bereits angestossen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Weitere Themen der Bildung:<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls um Qualifizierung ging es in einem weiteren Bereich der Ausbildung, n\u00e4mlich bei der nebenberuflichen Ausbildung Kirchenmusik C. Hier fehlt es bisher an einer einheitlichen Rahmenordnung. Im Sinne einer liturgisch-musikalischen Qualit\u00e4tsverbesserung beauftragt die DOK das Liturgische Institut eine Rahmenordnung f\u00fcr den Bereich der deutschsprachigen Schweiz auszuarbeiten. Dabei werden auch Fragen des Bedarfes und der Realisierbarkeit gepr\u00fcft, wie Kirchenmusiker\/-innen verst\u00e4rkt in das pastorale Handeln eingebunden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Netzwerk Katechese:<\/strong><\/p>\n<p>Mit Freude und Dank stimmte die DOK im weiteren Verlauf der Sitzung drei Projekten des Netzwerkes Katechese zu. Es sind dies: die \u00abArbeitshilfe Liturgie\u00bb, welche vom Netzwerk Katechese im Rex-Verlag ver\u00f6ffentlicht wird und sowohl in die Grundausbildung ForModula aufgenommen, wie auch als Nachschlagewerk dienen wird. Allen VerfasserInnen geb\u00fchrt ein grosser Dank f\u00fcr Ihre sorgf\u00e4ltige und gute Arbeit. <br>Zu zwei Kooperationsprojekten genehmigte die DOK die Freigabe von je 10&#8217;000 Franken: \u00abDas Land hinter dem Fluss. Josua 2 als digitaler Mitmachkrimi\u00bb und ein in PORTA Geb\u00e4rdensprache verfasstes Buch zu Religion und Spiritualit\u00e4t. Die Freigabe erfolgt beim zweiten Projekt unter der Bedingung, dass die Gesamtfinanzierung zustande kommt. Beide Kooperationsprojekte versprechen innovative Wege und werden von den Mitgliedern der DOK gerne unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Varia:<\/strong><\/p>\n<p>Zum Schluss besch\u00e4ftigte sich die DOK in einer offenen Runde mit der Frage einer bereits seit l\u00e4ngerem sich anbahnenden Statutenrevision. Hier sind noch viele Punkte ungekl\u00e4rt und k\u00f6nnen erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eingehender diskutiert und beschlossen werden.<\/p>\n<p>An ihrer n\u00e4chsten Sitzung vom 31. August 2021 wird die DOK ein gr\u00f6sseres Zeitfenster f\u00fcr das Projekt \u00abChance Kirchengesang\u00bb <a href=\"https:\/\/spi-sg.ch\/chance-kirchengesang-breite-unterstuetzung-fuer-die-weiterentwicklung-des-kirchengesangs\/\">Chance Kirchengesang \u2013 Breite Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Weiterentwicklung des Kirchengesangs | SPI St. Gallen (spi-sg.ch)<\/a> und die aus dem zweiten Hearing vom 7. Mai 2021 hervorgegangenen Erkenntnisse sowie die nun anstehenden weiteren Schritte der Umsetzung einr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>196. Sitzung der DOK vom 18. Mai 2021 Die DOK hielt die zweite Sitzung in diesem Jahr erstmals wieder mit pers\u00f6nlicher Teilnahme im Pfarreizentrum St. Josef, Z\u00fcrich, ab. Zum ersten Mal wurde dabei der Bischof von Chur, Mgr. Dr. Joseph Maria Bonnemain begr\u00fcsst. 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