{"id":7686,"date":"2021-01-14T18:50:12","date_gmt":"2021-01-14T17:50:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ivescovi.ch\/?p=7686"},"modified":"2021-03-18T10:07:48","modified_gmt":"2021-03-18T09:07:48","slug":"spiritus-domini","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/ivescovi\/spiritus-domini\/","title":{"rendered":"W\u00fcrdigung des Motu proprio \u00abSpiritus Domini\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"attribute-sub_title\">\n<h4><strong>Spiritus Domini \u2013 ein folgerichtiger Schritt<\/strong><\/h4>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<p><strong>Den Entscheid von Papst Franziskus, die Dienste von Lektorat und Akolythat in Zukunft auch f\u00fcr Frauen zu \u00f6ffnen, begr\u00fcsse ich sehr und freue mich dar\u00fcber. Um die Bedeutung seines Motu proprio \u201eSpiritus Domini\u201c zu w\u00fcrdigen, muss ich hier etwas ausholen.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-description\">\n<p>Mit seinem Schreiben \u201eMinisteria quaedam\u201c schaffte Papst Paul VI. 1972 die sogenannten \u201eNiederen Weihen\u201c ab und f\u00fchrte die Dienste des Lektors und des Akolythen ein. Die Aufgabe des Lektors sollte es vor allem sein, in gottesdienstlichen Feiern die Lesungen vorzutragen, die Aufgabe des Akolythen, am Altar zu dienen und bei der Spendung der Eucharistie zu helfen, sowohl in der Feier als auch bei der Krankenkommunion. Paul VI. betonte, dass diese Dienste Laiendienste seien und deshalb keine Weihe erforderten. Wohl weil vor allem auch Weihekandidaten zu diesen Diensten beauftragt werden, beschr\u00e4nkte er den Zugang zu ihnen aber auf M\u00e4nner. Papst Franziskus geht nun rund 50 Jahre sp\u00e4ter davon aus, dass diese Dienste am Wort und am Altar auf der Taufe fussen und darum allen Getauften offenstehen sollen. Deshalb ist es folgerichtig, dass der Papst diese Beschr\u00e4nkung aufgehoben hat und in Zukunft Frauen und M\u00e4nner dauerhaft zu den Diensten des Lektorats und Akolythats beauftragt werden k\u00f6nnen. Damit antwortet Papst Franziskus auf Anfragen aus vielen Teilen der Weltkirche, auch aus unserer Liturgischen Kommission der Schweiz.<\/p>\n<p>In der Praxis der Kirche in der Schweiz wird sich durch diese neue Regelung bis auf die Art der Beauftragung wenig \u00e4ndern. Schon seit vielen Jahren verk\u00fcnden bei uns M\u00e4nner und Frauen im Gottesdienst das Wort Gottes als Lektorinnen und Lektoren und helfen Frauen und M\u00e4nner beim Austeilen der Eucharistie im Gottesdienst und am Krankenbett als Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer. Allerdings fielen diese Aufgaben nicht unter die Begriffe \u00abLektorat\u00bb und \u00abAkolythat\u00bb im eigentlichen Sinn. Durch diese neue Regelung des Papstes wird sich in der kirchlichen Praxis in der Schweiz bis auf die Art der Beauftragung jedoch wenig \u00e4ndern. Ich bin dankbar, dass diese Dienste bei uns nun schon seit bald 50 Jahren wahrgenommen werden. Insbesondere danke ich den M\u00e4nnern und Frauen, die diese Dienste engagiert und treu aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Der Entscheid von Papst Franziskus kann dazu beitragen, diese Dienste von Laien, Frauen und M\u00e4nnern aus unseren Gemeinden im Gottesdienst neu zu sch\u00e4tzen und zu w\u00fcrdigen. Ich hoffe, dass dadurch mehr M\u00e4nner und Frauen ermutigt werden zum Einbringen ihrer Charismen als Getaufte und zur aktiven Mitarbeit im Gottesdienst als Lektorinnen und Lektoren und als Akolythinnen und Akolythen. Denn die Feier des Gottesdienstes ist nicht allein Sache des Priesters, auch nicht der \u00fcbrigen Hauptamtlichen, sondern der ganzen Gemeinde, in der Christus gegenw\u00e4rtig ist. Das macht die Vielfalt der Charismen und Dienste deutlich, die am Gottesdienst mitwirken.<\/p>\n<p>+Urban Federer<br \/>\nAbt von Einsiedeln<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiritus Domini \u2013 ein folgerichtiger Schritt Den Entscheid von Papst Franziskus, die Dienste von Lektorat und Akolythat in Zukunft auch f\u00fcr Frauen zu \u00f6ffnen, begr\u00fcsse ich sehr und freue mich dar\u00fcber. Um die Bedeutung seines Motu proprio \u201eSpiritus Domini\u201c zu w\u00fcrdigen, muss ich hier etwas ausholen. 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