{"id":2430,"date":"2014-01-06T11:27:22","date_gmt":"2014-01-06T10:27:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=2430"},"modified":"2020-11-20T13:51:59","modified_gmt":"2020-11-20T12:51:59","slug":"in-begegnung-lernen-vermittlung-juedischen-wissens-im-christentum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/eveques\/in-begegnung-lernen-vermittlung-juedischen-wissens-im-christentum\/","title":{"rendered":"In Begegnung lernen: Vermittlung j\u00fcdischen Wissens im Christentum"},"content":{"rendered":"<div class=\"attribute-short_description\">\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<div id=\"yui_3_15_0_1_1589275213030_199\" class=\"attribute-sub_title\">\n<div id=\"yui_3_15_0_1_1589275573756_199\" class=\"attribute-short_description\">\n<p id=\"yui_3_15_0_1_1589275573756_198\"><strong>Das Judentum ist in der Schweiz eine Minderheitsreligion, mit der nur wenige Schweizerinnen und Schweizer vertraut sind. Das Judentum hat in der Schweiz eine lange Geschichte. Aber Judentum als Religion\u00a0<i>und<\/i> Kultur wird zu wenig wahrgenommen. Dass es dabei zu pauschaler Religionskritik kommt, die auch antisemitische Stereotype verwendet, verwundert deshalb nicht. Diese Kritik hat vielfach auch mit fehlendem Wissen zu tun und \u2013 fr\u00fcher wahrscheinlich mehr als heute \u2013 mit einem christlichen \u00dcberlegenheitsanspruch gegen\u00fcber der j\u00fcdischen Religion.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-description\">\n<p><b>Von Walter Weibel<\/b><\/p>\n<p>Ein j\u00fcdisch-christlicher Dialog ist nur dann m\u00f6glich, wenn sich Christinnen und Christen ein Grundwissen \u00fcber das Judentum angeeignet haben. Aber was heisst Judentum als Religion? Umfasst sie mehr als das Religionsgesetz? Wie unterscheidet sich j\u00fcdische Kultur von j\u00fcdischer Lebensform? Was macht das Jude-Sein aus? Eine einfache Unterscheidung zwischen j\u00fcdischer Kultur und Judentum im Allgemeinen zu finden, ist deshalb schwierig. Judentum entzieht sich einer eindeutigen Definition. Es ist ein Gesamtbegriff aus Religion, Glaube, Geschichte, Tradition mit Festen und Br\u00e4uchen, Kultur, Kunst, Literatur und Wissenschaft.<\/p>\n<p>Deshalb dr\u00e4ngt es sich auf, dass in Schulen und in der Erwachsenenbildung ein Grundwissen \u00fcber das Judentum vermittelt werden muss, das f\u00fcnf Schwerpunkte aufweisen k\u00f6nnte: (1) Grundlage: Hebr\u00e4ische Bibel und Talmud im Vergleich zur christlichen Bibel und zu altkirchlichen Glaubensformeln, (2) Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Judentum und Christentum als Religionen, (3) J\u00fcdische und christliche Ethik, (4) Geschichte von Judentum und Christentum: Situation der Schweizer J\u00fcdinnen und Juden, Judenverfolgung und Judenvernichtung, Zionismus und Staat Israel, (5) J\u00fcdisches Kulturleben: Zusammenhang zwischen Religion und Kultur im Judentum.<\/p>\n<p>Internetportale, B\u00fccher und Ausstellungen \u00fcber j\u00fcdische Themen sind in den letzten Jahren \u2013 auch im deutschen Sprachraum \u2013 umfangreich geworden. Hier kann nur eine kleine Auswahl beschrieben werden:<\/p>\n<ol>\n<li>Internetportale: Die umfassendste Internetseite findet sich auf\u00a0<a title=\"https:\/\/www.judentum-projekte.de\/\" href=\"https:\/\/www.judentum-projekt.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.judentum-projekt.de<\/a>\u00a0Hier sind mehr als hundert Begriffe aufgelistet, die sehr sorgf\u00e4ltig recherchiert sind. Bildreihen, Fotodokumentationen, fast dreissig Mindmaps als PDF erkl\u00e4ren die wichtigsten Stichw\u00f6rter. Die Webseite\u00a0<a title=\"https:\/\/www.hagalil.com\/\" href=\"https:\/\/www.hagalil.com\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.hagalil.com<\/a>\u00a0f\u00fchrt mit zahlreichen Begriffen ausgezeichnet ins Wesen von Religion und Kultur des Judentums ein. Die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (Deutschland) hat unter einer eigenen Homepage\u00a0<a title=\"https:\/\/www.chotzen.de\/\" href=\"https:\/\/www.chotzen.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.chotzen.de<\/a>\u00a0die Geschichte einer j\u00fcdischen Familie in Deutschland entwickelt, und zwar mit Dokumenten, Fotos und zahlreichen Videos. Auf der Homepage\u00a0<a title=\"https:\/\/www.inforel.ch\/\" href=\"https:\/\/www.inforel.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.inforel.ch<\/a>\u00a0werden differenzierte und unabh\u00e4ngige Informationen \u00fcber verschiedene Religionen vermittelt. \u00dcber das Judentum finden sich zahlreiche Stichw\u00f6rter wie der j\u00fcdische Glauben im t\u00e4glichen Leben, j\u00fcdische Gottesdienste, Synagoge usw. \u00dcber den j\u00fcdischen Glauben und die j\u00fcdische Kultur gibt es zahlreiche Internetportale, wie z.B.\u00a0<a title=\"https:\/\/www.talmud.de\/\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.talmud.de<\/a>, oder auch\u00a0https:\/\/www.chabad-germany.com. Wertvolle Informationen \u00fcber das Judentum in der Schweiz finden sich unter\u00a0<a title=\"https:\/\/www.swissjews.ch\/\" href=\"https:\/\/www.swissjews.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.swissjews.ch<\/a>. Die j\u00fcdische Kultusgemeinde Erlangen hat einen dreiteiligen Grundkurs zur j\u00fcdischen Religion aufgeschaltet unter\u00a0<a title=\"https:\/\/www.jkg-erlangen.de\/\" href=\"https:\/\/www.jkg-erlangen.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.jkg-erlangen.de<\/a>, und unter\u00a0<a title=\"https:\/\/www.jg-karlsruhe.de\/\" href=\"https:\/\/www.jg-karlsruhe.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.jg-karlsruhe.de<\/a>\u00a0findet sich eine Dokumentation \u201eJudentum im \u00dcberblick\u201c. Auf der Homepage des Zentralrates der deutschen Juden\u00a0<a title=\"https:\/\/www.zentralratdjuden.de\/\" href=\"https:\/\/www.zentralratdjuden.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.zentralratdjuden.de<\/a>\u00a0finden sich Informationen zu Riten und Gebr\u00e4uchen, Feiertagen und zum j\u00fcdischen Jahr. Ebenso informiert die Homepage des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit\u00a0<a title=\"https:\/\/www.deutscher-koordinierungsrat.de\/\" href=\"https:\/\/www.deutscher-koordinierungsrat.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.deutscher-koordinierungsrat.de<\/a>\u00a0\u00fcber zahlreiche j\u00fcdische Themen und macht Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den j\u00fcdisch-christlichen Dialog.<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00dcber das Tagebuch der Anne Frank gibt es eine ausgezeichnete Webseite unter\u00a0<a title=\"https:\/\/www.geschichtsunterricht-online.de\/\" href=\"https:\/\/www.geschichtsunterricht-online.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.geschichtsunterricht-online.de<\/a>. Sie gibt Literaturtipps, Diashows und Informationen zu den verschiedenen Fassungen des Buches. Verschiedene Links f\u00fchren zum Anne Frank Haus in Amsterdam, zum Anne Frank Zentrum in Berlin und zum Anne Frank Fonds in Basel.<\/p>\n<ol>\n<li>Exkursionsm\u00f6glichkeiten: Der J\u00fcdische Kulturweg Endingen-Lengnau im Kanton Aargau\u00a0<a title=\"https:\/\/www.juedischerkulturweg.ch\/\" href=\"https:\/\/www.juedischerkulturweg.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.juedischerkulturweg.ch<\/a>\u00a0hat die Synagogen, H\u00e4user, den j\u00fcdischen Friedhof und weitere St\u00e4tten mit sehr sch\u00f6nen Informationstafeln zum Leben der Schweizer Juden in diesen beiden D\u00f6rfern versehen. Das J\u00fcdische Museum Basel\u00a0<a title=\"https:\/\/www.juedisches-museum.ch\/\" href=\"https:\/\/www.juedisches-museum.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.juedisches-museum.ch<\/a>\u00a0zeigt das religi\u00f6se Leben im 18.\/19. Jahrhundert in der Stadt Basel, wertvolles Kunsthandwerk und eine Auswahl sch\u00f6nster hebr\u00e4ischer B\u00fccher, die in Basel gedruckt wurden. An der Grenze zur Schweiz im Vorarlberger Rheintal befindet sich das J\u00fcdische Museum in Hohenems\u00a0<a title=\"https:\/\/www.jm-hohenems.at\/\" href=\"https:\/\/www.jm-hohenems.at\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.jm-hohenems.at<\/a>. Es ist mit seinen Sonderausstellungen immer eine Reise wert. Das J\u00fcdische Museum Berlin\u00a0<a title=\"https:\/\/www.jmberlin.de\/\" href=\"https:\/\/www.jmberlin.de\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.jmberlin.de<\/a>\u00a0w\u00e4hlt in der historischen Dauerausstellung eine ungewohnte Perspektive auf die Geschichte der J\u00fcdinnen und Juden des deutschsprachigen Raumes. Zwei Jahrtausende deutsch-j\u00fcdische Geschichte werden aus der Sicht der j\u00fcdischen Minderheit erz\u00e4hlt. Es werden verschiedene F\u00fchrungen wie j\u00fcdische Lebensgeschichten, Geschichte der Juden im 19. Jahrhundert, Antisemitismus heute usw. angeboten.<\/li>\n<li>Vortr\u00e4ge: Der Schweizerische Israeltische Gemeindebund vermittelt mit seinem Vortragsdienst kompetente Referenten und Referentinnen zu Themen unter dem Aspekt \u201eJudentum mehr wissen\u201c Die Basler Organisation \u201eChristlich-j\u00fcdische Projekte\u201c (CJP)\u00a0<a title=\"https:\/\/www.cjp.ch\/\" href=\"https:\/\/www.cjp.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.cjp.ch<\/a>\u00a0bietet den Schulen zahlreiche Projekte an wie z.B. Wie Juden und J\u00fcdinnen leben und beten, F\u00fchrungen in der Basler Synagoge und im J\u00fcdischen Museum Basel. Die Christlich-J\u00fcdischen Arbeitsgemeinschaften, die in zahlreichen Kantonen in Sektionen arbeiten, haben ganzj\u00e4hrig interessante Vortragsreihen zum Judentum und zum j\u00fcdisch-christlichen Dialog.<\/li>\n<li>Literatur: \u00dcber das Grundwissen zum Judentum gibt es eine umfangreiche Literatur. Die hier aufgef\u00fchrten B\u00fccher sind lediglich eine beschr\u00e4nkte Auswahl:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Avichail, Eliahu: Judentum. Eine Einf\u00fchrung in die Grundlagen des j\u00fcdischen Glaubens und Gesetzes. Kovar. M\u00fcnchen 1989<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Borchardt, Wolfgang; M\u00f6ldner, Reinhardt: J\u00fcdisches Leben in christlicher Umwelt. Ein historischer L\u00e4ngsschnitt. Cornelsen. Frankfurt 1991<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Brenner, Michael: Kleine j\u00fcdische Geschichte. C.H. Beck. M\u00fcnchen 2008<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dexinger, Ferdinand: Der Glaube der Juden. ToposPlus. Kevelaar 2003<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 De Vries, S. Ph.: J\u00fcdische Riten und Symbole. Rowohlt. Reinbek 1993<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Epstein-Mil, Ron: Die Synagogen der Schweiz. Bauten zwischen Emanzipation, Assimilation und Akkulturation. Chronos. Z\u00fcrich 2008<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Flusser, Vilem: Jude sein. Essays, Briefe, Fiktionen. Bollmann. K\u00f6ln 1995<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gradwohl, Roland: Frag den Rabbi. Calwer Taschenbibliothek. Stuttgart 1995<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gradwohl, Roland. Frag den Rabbi noch einmal. Calwer Taschenbibliothek. Stuttgart 1977<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Henrix, Hans-Hermann, Judentum und Christentum. Gemeinschaft wider Willen. Topos. Regensburg 2004<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jung, Martin H: Christen und Juden. Die Geschichte ihrer Beziehungen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2008<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kayales, Christine; Fiehland van der Vegt, Astrid: Was jeder vom Judentum wissen muss. G\u00fctersloher Verlagshaus. G\u00fctersloh 2005<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 K\u00fcng, Hans: Das Judentum. Piper. M\u00fcnchen 2009<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Magall, Stefanie: Heilige St\u00e4tten der Juden. Wilhelm Fink. M\u00fcnchen 2010<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maier, Johann: J\u00fcdische Geschichte in Daten. Beck. M\u00fcnchen 2005<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Renz, Andreas: Beten wir alle zum gleichen Gott? Wie Juden, Christen und Muslime glauben. K\u00f6sel. M\u00fcnchen 2011<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rothschild, Walter L.: 99 Fragen zum Judentum. G\u00fctersloher Verlagshaus. G\u00fctersloh 2005<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rothschild, Walter L.: Der Honig und der Stachel. Das Judentum \u2013 erkl\u00e4rt f\u00fcr alle, die mehr wissen wollen. G\u00fctersloher Verlagshaus. G\u00fctersloh 2009<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rutishauser, Christian: Christsein im Angesicht des Judentums, Echterverlag. W\u00fcrzburg 2008<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sigal, Philipp: Judentum. Kohlhammer. Stuttgart 1986<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Solomon, Norman: Judentum. Eine kurze Einf\u00fchrung. Stuttgart 1999<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Spiegel, Paul: Was ist koscher. Ullstein. Berlin 2005<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stemberger, G\u00fcnter: J\u00fcdische Religion. C.H. Beck. M\u00fcnchen 2009<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Then, Reinhold: Das Judentum. Auer. Regensburg 1998<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tilly, Michael: Das Judentum. Marix. Wiesbaden 2010<\/p>\n<ol>\n<li>Jugendb\u00fccher: Sie sind mit dem Thema Judentum nicht sehr zahlreich, aber auf einige wichtige Erscheinungen sei hingewiesen:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auerbacher, Inge: Ich bin ein Stern. Beltz. Weinheim 1990<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Behrens, Katja: Der kleine Mausche aus Dessau. Hauser. M\u00fcnchen 2009<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutschkron, Inge: Ich trug den gelben Stern. dtv. M\u00fcnchen 2009<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pausewang, Gudrun: Reise im August: Ravensburger Bucherverlag. Ravensburg 1992<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pressler Mirjam: Ich sehe mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank. Beltz und Gelberg. Weinheim 2000<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pressler, Mirjam: Golems stiller Bruder. Beltz und Gelberg. Weinheim 2011<\/p>\n<ol>\n<li>Holocaust-Education: Der Begriff Holocaust-Education wird auch im deutschsprachigen Raum seit den 1980er Jahren immer mehr verwendet. Theodor W. Adorno pr\u00e4gte den Ausdruck \u201eErziehung nach Auschwitz\u201c und meinte dabei: \u201eDie Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung\u201c. Diese prim\u00e4re Forderung heisst, aus der Geschichte lernen, damit sich Auschwitz nicht wiederhole. Der Holocaust-Gedenktag der Schulen soll in der Schweiz jeweils am 27. Januar begangen werden, und zwar als Nationaler Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verh\u00fctung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Internationale Schule f\u00fcr Holocaust-Studien bei Yad Vashem in Jerusalem\u00a0<a title=\"https:\/\/www.yadvashem.org\/\" href=\"https:\/\/www.yadvashem.org\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.yadvashem.org<\/a>\u00a0hat neben der Entwicklung von zahlreichen Unterrichtsmaterialien p\u00e4dagogische Grundlagen-Arbeit geleistet, wie die Holocaust-Erziehung im Unterricht auf den verschiedenen Schulstufen entwickelt werden kann. Dieser Unterricht soll vor allem \u00fcber Erz\u00e4hlungen von Zeitzeugen bzw. Zeitzeugenberichten geschehen. Bei Holocaust-Education f\u00e4llt jedoch auf, dass die historische Dimension der Judenverfolgung w\u00e4hrend der Nazi-Zeit ber\u00fccksichtigt wird, jedoch nie das Judentum als Religion und Kultur dargestellt wird. Es ist deshalb schwierig zu verstehen, warum es vor allem Juden sind, die vernichtet wurden, wenn Judentum im Zusammenhang mit dem Holocaust nicht thematisiert wird. Der Schweizerische Israeltische Gemeindebund hat als Beitrag zum Holocaustunterricht in der Schweiz das Lehrmittel \u201eUeberLebenErz\u00e4hlen\/Survivre et temoigner\u201c (Z\u00fcrich 2009) herausgegeben. Sechs j\u00fcdische Holocaust\u00fcberlebende erz\u00e4hlen in Interviews \u00fcber ihr Schicksal, das aufs Engste mit der Politik und Gesellschaft der Schweiz zwischen 1933 und 1948 verkn\u00fcpft war. Die DVD \u201eSchweizer Sch\u00fcler im Gespr\u00e4ch mit Holocaust-\u00dcberlebenden\u201c ist eine Produktion im Auftrag von Tamach, bei der Gespr\u00e4che und Vortr\u00e4ge mit und von Holocaust-\u00dcberlebenden gefilmt worden sind. Ausgezeichnetes Lehr- und Lernmaterial stellt\u00a0<a title=\"https:\/\/www.erinnern.at\/\" href=\"https:\/\/www.erinnern.at\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.erinnern.at<\/a>, der Verein \u201eNationalsozialismus und Holocaust: Ged\u00e4chtnis und Gegenwart\u201c, zur Verf\u00fcgung. Es ist ein Vermittlungsprojekt des Bundesministeriums f\u00fcr Unterricht, Kunst und Kultur f\u00fcr Lehrende an \u00f6sterreichischen Schulen. Ziel dieser Projekte ist, \u00fcber den Holocaust und Nationalsozialismus zu lernen, ohne dass das Thema durch P\u00e4dagogisierung gef\u00e4llig oder beliebig wird.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der christlich-j\u00fcdische Dialog setzt Grundwissen voraus. Erst dieses Wissen \u00fcber Judentum und Christentum erm\u00f6glicht Begegnungen, bei denen wir lernen k\u00f6nnen. Damit dieser Dialog eine Chance hat, braucht es einige Regeln, die Josef Wohlmuth in seinem Buch \u201eGast sein im Heiligen Land\u201c (Paderborn 2008) beschrieben hat: \u201e(1) Jeder Dialog zwischen Juden und Christen, der den Namen verdient, muss davon ausgehen, dass die respektvolle Achtung des Gespr\u00e4chspartners unabdingbar ist. Die Kenntnisnahme seiner Tradition muss vor allem ein Gesp\u00fcr entwickeln, was dem Gespr\u00e4chspartner selbst heilig ist. Es darf keine noch so vornehme Art veranlasst werden, davon mehr preis zu geben, als er selber will. (2) Ebenso wichtig ist es, ins Gespr\u00e4ch einzubringen, was mir selbst in meiner eigenen Tradition heilig ist. Mein Gespr\u00e4chspartner hat ein Recht zu wissen oder wenigstens zu ahnen, wo ich stehe und was ich nicht zur Disposition stellen kann. (3) Unter der Voraussetzung der anerkannten Eigenst\u00e4ndigkeit der Gespr\u00e4chspartner kann der Dialog auf einer Vertrauensbasis aufbauen, die erlaubt, nicht nur Belanglosigkeiten oder Randthemen zur Sprache zu bringen, sondern gerade die zentralen Fragen und Differenzpunkte, in denen sich die jeweiligen Traditionen artikulieren. (4) Wo der Dialog gelingt, wird er zeigen, dass die je gr\u00f6ssere N\u00e4he und die je gr\u00f6ssere Differenz von Judentum und Christentum sich gegenseitig bedingen\u201c (S. 223).<\/p>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p><i>Weiterf\u00fchrende Literatur:<\/i><\/p>\n<p>Walter Weibel: In Begegnung lernen. Der j\u00fcdisch-christliche Dialog in der Erziehung. LIT. M\u00fcnster\/Z\u00fcrich 2013<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-pdf_file\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"attribute-author\">\n<p>Walter Weibel<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<a class=\"download\" href=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/eveques\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/01\/04_TdJ_2014_dt_InBegegnunglernen-1.pdf\" download>Text zum Download <i class=\"fa btn btn-download fa-download\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Judentum ist in der Schweiz eine Minderheitsreligion, mit der nur wenige Schweizerinnen und Schweizer vertraut sind. Das Judentum hat in der Schweiz eine lange Geschichte. Aber Judentum als Religion\u00a0und Kultur wird zu wenig wahrgenommen. Dass es dabei zu pauschaler Religionskritik kommt, die auch antisemitische Stereotype verwendet, verwundert deshalb nicht. 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