{"id":8687,"date":"2021-04-20T11:04:00","date_gmt":"2021-04-20T09:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=8687"},"modified":"2021-05-18T11:10:41","modified_gmt":"2021-05-18T09:10:41","slug":"grussbotschaft-zum-ramadan-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/grussbotschaft-zum-ramadan-2021\/","title":{"rendered":"Grussbotschaft zum Ramadan 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"entry-content single\">\n<h5><em>An die muslimischen Gemeinschaften in der Schweiz<\/em><\/h5>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Liebe muslimische Freunde<\/p>\n<p>Auch dieses Jahr hat COVID-19 unser Glaubensleben fest im Griff. Wir fragen uns: Wie lange noch? Wie lange dauert dieser Zustand noch an mit seinen vielf\u00e4ltigen und einschneidenden Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr unser gesellschaftliches Leben und f\u00fcr das gemeinschaftliche Leben unserer Glaubensgemeinschaften? Und was kommt dann? Wie wird unser Leben aussehen? Das sind Fragen, die uns zutiefst besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Sie begehen vom 13. April bis zum 12. Mai den Fastenmonat Ramadan. Er bietet den einzelnen gl\u00e4ubigen Musliminnen und Muslimen die M\u00f6glichkeit, den gewohnten Alltag zu unterbrechen, sich zu \u00fcberpr\u00fcfen und sich neu auf Gott auszurichten. Gleichzeitig ist er eine Zeit der Gemeinschaft der Angeh\u00f6rigen des Islams, doch muss in COVID-19-Zeiten auf viele vertraute und liebgewonnene Traditionen verzichtet werden. Besonders schmerzlich ist dabei der Verzicht auf zwischenmenschliche Begegnungen, auf Gelegenheiten des Gespr\u00e4chs und der Gemeinschaft. Weder die Festtage noch die Zeiten des Alltags sind so wie wir sie kennen. Diese Erfahrung verbindet uns Christen und Muslime in unserem Land. Doch uns verbindet auch die Hoffnung auf bessere Zeiten.<\/p>\n<p>Neben Glaube und Liebe geh\u00f6rt die Hoffnung zu den Grundlagen des christlichen Lebens. In der islamischen Tradition hat die Hoffnung \u2013 neben der Ehrfurcht und der Barmherzigkeit \u2013 ebenfalls eine zentrale Bedeutung f\u00fcr das Glaubensleben. Der gl\u00e4ubige Mensch richtet sich \u2013 auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten \u2013 an Gott und kann auf seinen Beistand z\u00e4hlen. Hoffnung ist damit ein Kennzeichen der gl\u00e4ubigen Menschen. Gemeinsam k\u00f6nnen wir Christen\/Christinnen und Muslime\/Musliminnen Zeugen\/Zeuginnen dieser Hoffnung sein und zwar dadurch, dass wir Werkzeuge seiner Liebe, G\u00fcte und Gerechtigkeit und seines Friedens sind und im N\u00e4chsten unseren Bruder und unsere Schwester sehen, die alle Gottes Gesch\u00f6pfe sind.<\/p>\n<p>Ich erlaube mir, Ihnen hiermit die diesj\u00e4hrige Botschaft des Heiligen Stuhles bzw. des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr den Interreligi\u00f6sen Dialog mit dem Titel \u00abChristen und Muslime \u2013 Zeugen der Hoffnung\u00bb zuzustellen. Es ist uns ein Herzensanliegen, gemeinsam mit Ihnen an einer Gesellschaft zu bauen, die der Hoffnung auf dem Weg zur Geschwisterlichkeit und der sozialen Freundschaft Raum schenkt.<\/p>\n<p>Im Namen der Kommission f\u00fcr den Dialog mit den Muslimen (KDM) der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) entbiete ich Ihnen meine herzlichen Friedens- und Freudenw\u00fcnsche zum Fastenmonat Ramadan und Fest \u2018Id al-Fitr im Jahr 2021.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Freiburg, 19. April 2021<\/p>\n<p><br \/><br \/>Dr. Erwin Tanner-Tiziani <br \/>Generalsekret\u00e4r der Schweizer Bischofskonferenz <br \/>Sekret\u00e4r der Kommission der SBK f\u00fcr den Dialog mit den Muslimen<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An die muslimischen Gemeinschaften in der Schweiz \u00a0 Liebe muslimische Freunde Auch dieses Jahr hat COVID-19 unser Glaubensleben fest im Griff. Wir fragen uns: Wie lange noch? 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