{"id":8069,"date":"2021-02-11T09:47:10","date_gmt":"2021-02-11T08:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=8069"},"modified":"2021-04-09T11:39:35","modified_gmt":"2021-04-09T09:39:35","slug":"botschaft-der-schweizer-bischoefe-und-territorialaebte-zum-schweizer-krankensonntag-2021-7-maerz-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/botschaft-der-schweizer-bischoefe-und-territorialaebte-zum-schweizer-krankensonntag-2021-7-maerz-2021\/","title":{"rendered":"Botschaft der Schweizer Bisch\u00f6fe und Territorial\u00e4bte zum Schweizer Krankensonntag 2021 (7. M\u00e4rz 2021)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>\u00bbNur einer ist Euer Meister, Ihr alle seid Br\u00fcder<\/em><\/strong><strong><em>\u00ab (Mt 23,8).<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In seiner aktuellen Botschaft zum 29. Welttag der Kranken am 11. Februar 2021 (Unsere Liebe Frau von Lourdes) geht es Papst Franziskus um das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen Kranken und Pflegenden. Vor allem lehnt Franziskus Heuchelei ab. Er versteht darunter ein Reden, ohne zu handeln. Der Glaube d\u00fcrfe sich nicht in sterilen Worten ausdr\u00fccken, sondern m\u00fcsse auf die Bed\u00fcrfnisse des N\u00e4chsten durch aktives Handeln reagieren. Es geht dem Papst mit anderen Worten um die Koh\u00e4renz zwischen Glauben und Leben. Angesicht der Not, in welche viele Menschen durch die Pandemie geraten sind, verlangt der Papst von uns ein aktives Zuh\u00f6ren und Sich Einlassen auf die Not des N\u00e4chsten. Wir sollen zu ihm einen pers\u00f6nlichen Kontakt herstellen, uns von seinem Leiden betreffen und ber\u00fchren lassen bis dahin, uns in seinen Dienst stellen zu lassen.<\/p>\n<p>Das Kranksein erinnere uns, wie Franziskus weiter ausf\u00fchrt, an unsere eigene Kreat\u00fcrlichkeit. Die Gesundheit h\u00e4nge nicht von unseren eigenen F\u00e4higkeiten ab. Die Krankheit zwinge uns zu einer Sinnfrage, zur Suche nach einer neuen Bedeutung und Richtung unserer Existenz oder unseres Sterbens. Franziskus erinnert bemerkenswerterweise in diesem Zusammenhang an die biblische Gestalt des Ijob. Sein Umfeld verschlimmerte sein Leiden durch gut gemeinte, aber falsche Antworten und Ratschl\u00e4ge. Schliesslich zeigte GOTT ihm selbst, dass sein Leiden weder Strafe GOTTES noch ein Zustand der GOTTESFERNE sei!<\/p>\n<p>F\u00fcr Ijob bedeutet diese Erkenntnis ein Schauen GOTTES.<\/p>\n<p>Im Weiteren erinnert Franziskus an die strukturellen M\u00e4ngel des Gesundheitswesens in vielen L\u00e4ndern. Auch dies h\u00e4tte die Pandemie sichtbar gemacht. Vor allem geht es Franziskus um den Zugang f\u00fcr alle zu den Behandlungen. Sein Fokus bleibt auf den Alten, Schwachen und Hilflosen. Er appelliert an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger, daf\u00fcr die n\u00f6tigen Ressourcen zu erschliessen. Der Papst erinnert auch an die unz\u00e4hligen Ehrenamtlichen und Professionellen, die mit Opferbereitschaft und Verantwortungssinn es gewagt haben, in die Gesichter der Leidenden zu schauen und sich der Wunden der Patienten t\u00e4tig anzunehmen.<\/p>\n<p>Diese N\u00e4he tut not und lindert Not. Sie ist nach Franziskus Ausdruck der Liebe Christi. Sie muss nicht nur individuell, sondern auch gemeinschaftlich \u2013 als Geschwisterlichkeit \u2013 gelebt werden. Sie l\u00e4sst niemanden fallen, bezieht alle ein und nimmt vor allem den Schw\u00e4chsten auf. Ein anderes Wort daf\u00fcr ist \u00abSolidarit\u00e4t\u00bb.<\/p>\n<p>F\u00fcr Franziskus geschieht Heilung durch Beziehung. Diese m\u00fcsse gepr\u00e4gt sein durch Vertrauen, Respekt, Aufrichtigkeit und Hilfsbereitschaft. Der Papst erinnert uns daran, dass auch die Heilungen Jesu keine magischen Gesten waren, sondern Begegnung: Die Beziehung zu JESUS, d.h. die gl\u00e4ubige Annahme Seiner Person, war ihre Voraussetzung. Deshalb betonte JESUS regelm\u00e4ssig: \u00abDein Glaube hat Dir geholfen!\u00bb.<\/p>\n<p>Der Papst wird nicht m\u00fcde, zu betonen, dass einfach keiner einsam zur\u00fcck- oder auf der Strecke bleiben d\u00fcrfe. Daf\u00fcr h\u00e4tte die Gesellschaft als Ganze zu sorgen. Sie m\u00fcsse es sich zum Ziel machen, dass keiner sich ausgeschlossen oder fallengelassen f\u00fchle. Wie immer schliesst die p\u00e4pstliche Botschaft mit dem Hinweis auf Maria, die in der lauretanischen Litanei von der Kirche als Mutter der Barmherzigkeit und Heil der Kranken angerufen wird.<\/p>\n<p>Freiburg, 21. Januar 2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz<\/p>\n<p>+Marian Eleganti<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<a class=\"download\" href=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/02\/Krankensonntag-2021_Wort-der-Schweizer-Bischoefe_210128_d.pdf\" download>Krankensonntag 2021 <i class=\"fa btn btn-download fa-download\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbNur einer ist Euer Meister, Ihr alle seid Br\u00fcder\u00ab (Mt 23,8). In seiner aktuellen Botschaft zum 29. Welttag der Kranken am 11. Februar 2021 (Unsere Liebe Frau von Lourdes) geht es Papst Franziskus um das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen Kranken und Pflegenden. Vor allem lehnt Franziskus Heuchelei ab. 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