{"id":7108,"date":"2007-07-11T11:38:00","date_gmt":"2007-07-11T09:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=7108"},"modified":"2021-01-22T12:12:40","modified_gmt":"2021-01-22T11:12:40","slug":"antworten-auf-fragen-zu-einigen-aspekten-bezueglich-der-lehre-ueber-die-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/antworten-auf-fragen-zu-einigen-aspekten-bezueglich-der-lehre-ueber-die-kirche\/","title":{"rendered":"Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bez\u00fcglich der Lehre \u00fcber die Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"yui_3_15_0_1_1611311858056_196\"><strong><em>ANTWORTEN AUF FRAGEN ZU EINIGEN ASPEKTEN<\/em><em>BEZ\u00dcGLICH DER LEHRE \u00dcBER DIE KIRCHE<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Zweite Vatikanische Konzil hat mit der dogmatischen Konstitution <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html\">Lumen gentium<\/a><\/em> und mit den Dekreten \u00fcber den \u00d6kumenismus (<em> <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_decree_19641121_unitatis-redintegratio_ge.html\">Unitatis redintegratio<\/a><\/em>) und \u00fcber die Ostkirchen (<em> <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_decree_19641121_orientalium-ecclesiarum_ge.html\">Orientalium Ecclesiarum<\/a><\/em>) ma\u00dfgeblich zur Erneuerung der katholischen Ekklesiologie beigetragen. Auch die P\u00e4pste wollten diese Lehre vertiefen und Orientierungen f\u00fcr die Praxis geben: Paul VI. in der Enzyklika <em>&nbsp;Ecclesiam suam<\/em> (1964) und Johannes Paul II. in der Enzyklika <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/edocs\/DEU0079\/_INDEX.HTM\">Ut unum sint<\/a><\/em> (1995).<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00fchen der Theologen, das sich daraus ergibt und darauf abzielt, die verschiedenen Aspekte der Ekklesiologie immer besser zu erkl\u00e4ren, hat sich in einer reichhaltigen Literatur niedergeschlagen. Die Thematik erwies sich n\u00e4mlich als sehr fruchtbar. Manchmal war es aber auch notwendig, einzelne Punkte genauer zu umrei\u00dfen und in Erinnerung zu rufen, wie es in der Erkl\u00e4rung <em>Mysterium Ecclesiae<\/em> (1973), im Schreiben an die Bisch\u00f6fe der katholischen Kirche <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_28051992_communionis-notio_ge.html\">Communionis notio<\/a><\/em> (1992) und in der Erkl\u00e4rung <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_con_cfaith_doc_20000806_dominus-iesus_ge.html\">Dominus Iesus<\/a><\/em> (2000) \u2013 alle ver\u00f6ffentlicht durch die Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre \u2013 geschehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umfang der Fragestellung und die Neuheit vieler Themen fordern das theologische Nachdenken best\u00e4ndig heraus und f\u00fchren fortw\u00e4hrend zu neuen Beitr\u00e4gen, die nicht immer frei sind von irrigen Interpretationen. Diese erwecken Verwirrung und Zweifel, von denen einige der Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre unterbreitet worden sind. Unter Voraussetzung der gesamten katholischen Lehre \u00fcber die Kirche m\u00f6chte die Kongregation darauf antworten, indem sie die authentische Bedeutung einiger ekklesiologischer Ausdr\u00fccke des Lehramts kl\u00e4rt, die in der theologischen Diskussion in Gefahr sind, missverstanden zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ANTWORTEN AUF DIE FRAGEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Frage: Hat das Zweite Vatikanische Konzil die vorhergehende Lehre \u00fcber die Kirche ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort<\/strong>: Das Zweite Vatikanische Konzil wollte diese Lehre nicht ver\u00e4ndern und hat sie auch nicht ver\u00e4ndert, es wollte sie vielmehr entfalten, vertiefen und ausf\u00fchrlicher darlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau das sagte Johannes XXIII. am Beginn des Konzils mit gro\u00dfer Klarheit<sup>1<\/sup>. Paul VI. bekr\u00e4ftigte es<sup>2<\/sup> und \u00e4u\u00dferte sich bei der Promulgation der Konstitution <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html\">Lumen gentium<\/a><\/em> folgenderma\u00dfen: \u201eDer beste Kommentar zu dieser Promulgation ist wohl der folgende: Nichts hat sich an der \u00fcberlieferten Lehre ver\u00e4ndert. Was Christus gewollt hat, das wollen auch wir. Was war, das ist geblieben. Was die Kirche durch die Jahrhunderte gelehrt hat, das lehren auch wir. Nur ist nun das, was fr\u00fcher blo\u00df in der Praxis des Lebens enthalten war, auch offen als Lehre zum Ausdruck gebracht. Nun ist das, was bis jetzt Gegenstand des Nachdenkens, der Diskussion und zum Teil auch der Auseinandersetzungen war, in einer sicher formulierten Lehre dargelegt\u201c<sup>3<\/sup>. Die Bisch\u00f6fe haben wiederholt dieselbe Absicht bekundet und zur Ausf\u00fchrung gebracht<sup>4<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Frage: Wie muss die Aussage verstanden werden, gem\u00e4\u00df der die Kirche Christi in der katholischen Kirche subsistiert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort<\/strong>: Christus hat eine einzige Kirche \u201ehier auf Erden&#8230; verfasst\u201c und sie als \u201esichtbare Versammlung und geistliche Gemeinschaft\u201c<sup>5<\/sup> gestiftet, die seit ihrem Anfang und durch die Geschichte immer da ist und immer da sein wird und in der allein alle von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben<sup>6<\/sup>. \u201eDiese ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen&#8230; Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, subsistiert in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bisch\u00f6fen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird\u201c<sup>7<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nummer 8 der dogmatischen Konstitution <em>&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html\">Lumen gentium<\/a><\/em> meint Subsistenz jene immerw\u00e4hrende historische Kontinuit\u00e4t und Fortdauer aller von Christus in der katholischen Kirche eingesetzten Elemente<sup>8<\/sup>, in der die Kirche Christi konkret in dieser Welt anzutreffen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach katholischer Lehre kann man mit Recht sagen, dass in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die noch nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, kraft der in ihnen vorhandenen Elemente der Heiligung und der Wahrheit die Kirche Christi gegenw\u00e4rtig und wirksam ist<sup>9<\/sup>. Das Wort \u201esubsistiert\u201c wird hingegen nur der katholischen Kirche allein zugeschrieben, denn es bezieht sich auf das Merkmal der Einheit, das wir in den Glaubensbekenntnissen bekennen (Ich glaube &#8230; die \u201eeine\u201c Kirche); und diese \u201eeine\u201c Kirche subsistiert in der katholischen Kirche<sup>10<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Frage: Warum wird der Ausdruck \u201esubsistiert in\u201c und nicht einfach das Wort \u201eist\u201c gebraucht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort<\/strong>: Die Verwendung dieses Ausdrucks, der die vollst\u00e4ndige Identit\u00e4t der Kirche Christi mit der katholischen Kirche besagt, ver\u00e4ndert nicht die Lehre \u00fcber die Kirche. Er ist begr\u00fcndet in der Wahrheit und bringt klarer zum Ausdruck, dass au\u00dferhalb ihres Gef\u00fcges \u201evielf\u00e4ltige Elemente der Heiligung und der Wahrheit\u201c zu finden sind, \u201edie als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindr\u00e4ngen<sup>\u201c11<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDaher sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften, auch wenn sie, wie wir glauben, mit jenen M\u00e4ngeln behaftet sind, keineswegs ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heils. Denn der Geist Christi weigert sich nicht, sie als Mittel des Heils zu gebrauchen, deren Kraft sich von der F\u00fclle der Gnade und Wahrheit herleitet, die der katholischen Kirche anvertraut ist\u201c<sup>12<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Frage: Warum schreibt das Zweite Vatikanische Konzil den Ostkirchen, die von der voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche getrennt sind, die Bezeichnung \u201eKirchen\u201c zu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort<\/strong>: Das Konzil wollte den traditionellen Gebrauch dieser Bezeichnung \u00fcbernehmen. \u201eDa nun diese Kirchen trotz ihrer Trennung wahre Sakramente besitzen, und zwar vor allem kraft der apostolischen Sukzession das Priestertum und die Eucharistie, wodurch sie in ganz enger Gemeinschaft bis heute mit uns verbunden sind\u201c<sup>13<\/sup>, verdienen sie den Titel \u201eTeil- oder Ortskirchen\u201c<sup>14<\/sup> und werden Schwesterkirchen der katholischen Teilkirchen genannt<sup>15<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo baut die Kirche Gottes sich auf und w\u00e4chst in diesen Einzelkirchen durch die Feier der Eucharistie des Herrn\u201c<sup>16<\/sup>. Weil aber die Gemeinschaft mit der katholischen Kirche, deren sichtbares Haupt der Bischof von Rom und Nachfolger des Petrus ist, nicht eine blo\u00df \u00e4u\u00dfere Zutat zur Teilkirche ist, sondern eines ihrer inneren Wesenselemente, leidet das Teilkirchesein jener ehrw\u00fcrdigen christlichen Gemeinschaften unter einem Mangel<sup>17<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits wird durch die Trennung der Christen die katholische Universalit\u00e4t \u2013 die der Kirche eigen ist, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bisch\u00f6fen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird \u2013 in ihrer vollen Verwirklichung in der Geschichte gehindert<sup>18<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Frage: Warum schreiben die Texte des Konzils und des nachfolgenden Lehramts den Gemeinschaften, die aus der Reformation des 16. Jahrhunderts hervorgegangen sind, den Titel \u201eKirche\u201c nicht zu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort<\/strong>: Weil diese Gemeinschaften nach katholischer Lehre die apostolische Sukzession im Weihesakrament nicht besitzen und ihnen deshalb ein wesentliches konstitutives Element des Kircheseins fehlt. Die genannten kirchlichen Gemeinschaften, die vor allem wegen des Fehlens des sakramentalen Priestertums die urspr\u00fcngliche und vollst\u00e4ndige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben<sup>19<\/sup>, k\u00f6nnen nach katholischer Lehre nicht \u201eKirchen\u201c im eigentlichen Sinn genannt werden<sup>20<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Papst Benedikt XVI. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpr\u00e4fekten der Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre gew\u00e4hrten Audienz diese Antworten, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden sind, gutgehei\u00dfen, best\u00e4tigt und deren Ver\u00f6ffentlichung angeordnet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Rom, am Sitz der Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre, am 29. Juni 2007, dem Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>William Kardinal Levada<\/strong><br><em>&nbsp;Pr\u00e4fekt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angelo Amato, S.D.B.<\/strong><br><em>&nbsp;Titularerzbischof von Sila<\/em><br>&nbsp;Sekret\u00e4r<\/p>\n\n\n\n<p><sup>1<\/sup> JOHANNES XXIII., <em>Ansprache<\/em> vom 11. Oktober 1962: \u201eDas Konzil&#8230; will die katholische Lehre vollst\u00e4ndig weitergeben, ohne sie abzuschw\u00e4chen oder zu entstellen&#8230; Aber heute ist es notwendig, dass die ganze christliche Lehre ohne jede Abweichung von allen mit neuem Eifer und mit klarem und ruhigem Geist angenommen werde&#8230; Es ist notwendig, dass dieselbe Lehre tiefer und gr\u00fcndlicher verstanden werde, wie alle es sehnlichst w\u00fcnschen, die der christlichen, katholischen und apostolischen Sache anhangen&#8230; Es ist notwendig, dass diese sichere und unwandelbare Lehre, welcher der Gehorsam des Glaubens geb\u00fchrt, in einer Weise erforscht und dargelegt werde, die unserer Zeit entspricht. Eines ist n\u00e4mlich die Substanz des Glaubensgutes, also die Wahrheiten, die in unserer ehrw\u00fcrdigen Lehre enthalten sind, etwas anderes die Art und Weise, in der diese Wahrheiten dargelegt werden, immer aber in demselben Sinn und in derselben Bedeutung\u201c: AAS 54 (1962) 791-792.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>2<\/sup> Vgl. PAUL VI., <em>Ansprache<\/em> vom 29. September 1963: AAS 55 (1963) 847-852.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>3<\/sup> PAUL VI., <em>Ansprache<\/em> vom 21. November 1964: AAS 56 (1964) 1009-1010.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4 <\/sup>Das Konzil wollte die Identit\u00e4t der Kirche Christi mit der katholischen Kirche zum Ausdruck bringen. Dies geht aus den Diskussionen \u00fcber das Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em> hervor. Das Schema des Dekrets wurde mit einer <em>Relatio<\/em> (Act Syn III\/II 296-344) am 23. September 1964 in der Aula eingebracht. Auf die Ver\u00e4nderungsvorschl\u00e4ge, die von den Bisch\u00f6fen in den folgenden Monaten eingebracht wurden, antwortete das Sekretariat f\u00fcr die Einheit der Christen am 10. November 1964 (Act Syn III\/VII 11-49). Aus dieser <em>&nbsp;Expensio modorum<\/em> werden die folgenden vier Texte bez\u00fcglich der ersten Antwort angef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p>A) [In Nr. 1 (Prooemium) Schema <em>Decreti<\/em>: Act Syn III\/II 296,3-6]\n\n\n\n<p>\u201c<em>Pag. 5, lin. 3-6: Videtur etiam Ecclesiam catholicam inter illas Communiones comprehendi, quod falsum esset.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>R(espondetur): Hic tantum factum, prout ab omnibus conspicitur, describendum est. Postea clare affirmatur solam Ecclesiam catholicam esse veram Ecclesiam Christi<\/em>\u201c (Act Syn III\/VII 12).<\/p>\n\n\n\n<p>B) [In Caput I in genere: Act Syn III\/II 297-301]\n\n\n\n<p>\u201c<em>4 \u2013 Expressius dicatur unam solam esse veram Ecclesiam Christi; hanc esse Catholicam Apostolicam Romanam; omnes debere inquirere, ut eam cognoscant et ingrediantur ad salutem obtinendam&#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>R(espondetur): In toto textu sufficienter effertur, quod postulatur. Ex altera parte non est tacendum etiam in aliis communitatibus christianis inveniri veritates revelatas et elementa ecclesialia<\/em>\u201c (Act Syn III\/VII 15). Vgl. auch ebd., Punkt 5.<\/p>\n\n\n\n<p>C) [In Caput I in genere: Act Syn III\/II 296s]\n\n\n\n<p>\u201c<em>5 \u2013 Clarius dicendum esset veram Ecclesiam esse solam Ecclesiam catholicam romanam\u2026<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>R(espondetur): Textus supponit doctrinam in constitutione \u2018De ecclesia\u2019 expositam, ut pag. 5, lin. 24 \u2013 25 affirmatur<\/em>\u201c (Act Syn III\/VII 15). Die Kommission, welche die \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge zum Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em> bewerten musste, bringt also klar die Identit\u00e4t der Kirche Christi mit der katholischen Kirche sowie ihre Einzigkeit zum Ausdruck und sieht diese Lehre in der dogmatischen Konstitution <em>Lumen gentium<\/em> grundgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>D) [In Nr. 2 Schema <em>Decreti<\/em>: Act Syn III\/II 297s]\n\n\n\n<p>\u201c<em>Pag. 6, lin. 1-24: Clarius exprimatur unicitas Ecclesiae. Non sufficit inculcare, ut in textu fit, unitatem Ecclesiae.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>R(espondetur): a) Ex toto textu clare apparet identificatio Ecclesiae Christi cum Ecclesia catholica, quamvis, ut oportet, efferantur elementa ecclesialia aliarum communitatum<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201c<em>Pag. 7, lin. 5: Ecclesia a successoribus Apostolorum cum Petri successore capite gubernata (cf. novum textum ad pag. 6, lin. 33-34) explicite dicitur \u2018unicus Dei grex\u2019 et lin. 13 \u2018una et unica Dei Ecclesia\u2019<\/em>\u201c (Act Syn III\/VII).<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden zitierten Ausdr\u00fccke finden sich in <em>Unitatis redintegratio<\/em> 2.5 und 3.1.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>5<\/sup> Vgl. II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution <em>Lumen gentium<\/em>, 8.1.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>6<\/sup> Vgl. II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 3.2; 3.4; 3.5; 4.6.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>7<\/sup> II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution<em>&nbsp;Lumen gentium<\/em>, 8.2.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>8<\/sup> Vgl. KONGREGATION F\u00dcR DIE GLAUBENSLEHRE, Erkl\u00e4rung <em>Mysterium Ecclesiae<\/em>, 1.1: AAS 65 (1973) 397; Erkl\u00e4rung <em>Dominus Iesus<\/em>, 16.3: AAS 92 (2000) 757-758; <em>Notifikation zu dem Buch \u201eKirche: Charisma und Macht. Versuch einer militanten Ekklesiologie\u201c von P. Leonardo Boff OFM<\/em>: AAS 77 (1985) 758-759.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>9<\/sup> Vgl. JOHANNES PAUL II., Enzyklika <em>Ut unum sint<\/em>, 11.3: AAS 87 (1995) 928.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>10<\/sup> Vgl. II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution <em>Lumen gentium<\/em>, 8.2.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>11<\/sup> II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution <em>Lumen gentium<\/em>, 8.2.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>12<\/sup> II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 3.4.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>13<\/sup> II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 15.3; vgl. KONGREGATION F\u00dcR DIE GLAUBENSLEHRE, Schreiben <em>Communionis notio<\/em>, 17.2: AAS 85 (1993) 848.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>14<\/sup> II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 14.1.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>15<\/sup> Vgl. II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 14.1; JOHANNES PAUL II., Enzyklika <em>Ut unum sint<\/em>, 56f.: AAS 87 (1995) 954f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>16<\/sup> II. Vatikanisches Konzil, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 15.1.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>17<\/sup> Vgl. KONGREGATION F\u00dcR DIE GLAUBENSLEHRE, Schreiben <em>Communionis notio<\/em>, 17.3: AAS 85 (1993) 849.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>18<\/sup> Vgl. <em>ebd<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>19<\/sup> Vgl. II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret <em>Unitatis redintegratio<\/em>, 22.3.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"yui_3_15_0_1_1611311858056_203\"><sup>20<\/sup> Vgl. KONGREGATION F\u00dcR DIE GLAUBENSLEHRE, Erkl\u00e4rung <em>Dominus Iesus<\/em>, 17.2: AAS 92 (2000) 758.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANTWORTEN AUF FRAGEN ZU EINIGEN ASPEKTENBEZ\u00dcGLICH DER LEHRE \u00dcBER DIE KIRCHE Einleitung Das Zweite Vatikanische Konzil hat mit der dogmatischen Konstitution &nbsp; Lumen gentium und mit den Dekreten \u00fcber den \u00d6kumenismus ( Unitatis redintegratio) und \u00fcber die Ostkirchen ( Orientalium Ecclesiarum) ma\u00dfgeblich zur Erneuerung der katholischen Ekklesiologie beigetragen. 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