{"id":6472,"date":"2020-11-08T10:38:14","date_gmt":"2020-11-08T09:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=6472"},"modified":"2021-02-15T15:02:11","modified_gmt":"2021-02-15T14:02:11","slug":"brief-von-frauen-gegen-die-kvi-an-die-kirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/brief-von-frauen-gegen-die-kvi-an-die-kirchen\/","title":{"rendered":"Stellungnahme des Pr\u00e4sidenten der Schweizer Bischofskonferenz zum offenen Brief von Frauen gegen die KVI an die Kirchen"},"content":{"rendered":"<div id=\"yui_3_15_0_1_1606640974857_198\" class=\"attribute-description\">\n<p>Die Bischofskonferenz dankt f\u00fcr den offenen Brief und freut sich, dass er zu Respekt und Fairness aufruft. Pers\u00f6nliche Verunglimpfungen, schon gar nicht im Namen des christlichen Glaubens, haben tats\u00e4chlich nichts in einem Abstimmungskampf zu suchen. Man sp\u00fcrt, dass die Frauen verletzt sind, und in dieser Perspektive kann man den Brief gut verstehen. Ob es angemessen ist, dass das Schreiben in ein allgemeines Kirchen-Bashing ausufern muss, m\u00f6gen die Unterzeichnerinnen selbst beurteilen. Pauschale Anschuldigungen dienen nicht der sachlichen Auseinandersetzung.<\/p>\n<p>Zentrale Institutionen der katholischen Kirche sind die Bist\u00fcmer und die Bischofskonferenz. Die Vorw\u00fcrfe gegen diese sind samt und sonders unhaltbar und freie, wohl abstimmungstaktische Erfindung von Kreisen, die die Initiative bek\u00e4mpfen. Die Kampagne f\u00fcr die Initiative ist weder eine kirchliche Kampagne der Bist\u00fcmer und der Bischofskonferenz noch wird sie von uns finanziell unterst\u00fctzt. Wir Bisch\u00f6fe haben keine einzige Predigt angeordnet und nie behauptet, es g\u00e4be nur einen einzigen Weg, christliche Grunds\u00e4tze zu verwirklichen. Wir haben niemandem ein unethischeres Weltbild unterstellt oder gar behauptet, gewisse Gl\u00e4ubige seien weniger gute Christinnen und Christen. Wir haben niemanden angeprangert oder pers\u00f6nlich verunglimpft. Wir haben weder eine Kampagne organisiert noch bezahlt noch unsere Schweizer Unternehmen unter Generalverdacht gestellt. Im Gegenteil appelliert die Bischofskonferenz an die Freiheit der Einzelnen und schreibt in ihrem <a title=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/dokumente\/communiques\/sorgen-der-initianten-der-kvi\" href=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/sorgen-der-initianten-der-kvi\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Communiqu\u00e9 vom 8.&nbsp;Oktober&nbsp;2020<\/a>: \u00abDie Beurteilung der politischen Abstimmungsfrage ist dem Sachverstand der Stimmb\u00fcrgerinnen und Stimmb\u00fcrger anheimgestellt. Sie sind ihrem eigenen Gewissen verpflichtet\u00bb.<\/p>\n<p>Landeskirchlich ist die Kirche nach dem Willen der jeweiligen kantonalen Gesetzgebung f\u00f6deralistisch und demokratisch organisiert. Die Bist\u00fcmer erheben keine Kirchensteuern. \u00dcber die Verwendung der Mittel entscheiden nicht die Bist\u00fcmer, sondern die vom Volk demokratisch gew\u00e4hlten Beh\u00f6rden. Wenn man damit nicht einverstanden ist, muss man sich dort in den demokratischen Prozess eingeben. Das w\u00e4re sachgem\u00e4ss. Nat\u00fcrlich kann man als gute Christin oder guter Christ Nein stimmen. Man kann aber auch als gute Christin und guter Christ Ja stimmen, und zwar dann, wenn man zur Einsicht gelangt, dass der in der Initiative vorgeschlagene Weg realistisch ist und den beabsichtigten Zielen dient, darunter auch dem guten Ruf der Schweizer Wirtschaft, die ihn verdient.<\/p>\n<p>Freiburg, 7. November 2020<\/p>\n<p>Bischof Felix Gm\u00fcr, Pr\u00e4sident der Schweizer Bischofskonferenz<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bischofskonferenz dankt f\u00fcr den offenen Brief und freut sich, dass er zu Respekt und Fairness aufruft. Pers\u00f6nliche Verunglimpfungen, schon gar nicht im Namen des christlichen Glaubens, haben tats\u00e4chlich nichts in einem Abstimmungskampf zu suchen. 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