{"id":5683,"date":"2020-09-18T00:57:02","date_gmt":"2020-09-17T22:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=5683"},"modified":"2020-11-26T19:06:01","modified_gmt":"2020-11-26T18:06:01","slug":"wir-stehen-am-anfang-des-weges-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wir-stehen-am-anfang-des-weges-2\/","title":{"rendered":"Wir stehen am Anfang des Weges"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"35\" src=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/sbk-sfk.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5687\" srcset=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/sbk-sfk.png 310w, https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/sbk-sfk-300x34.png 300w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/figure>\n\n\n<p id=\"yui_3_15_0_1_1603058034725_230\"><strong>Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), eine Delegation des Frauenrates der SBK und eine Delegation des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) trafen sich am 15. September 2020 anl\u00e4sslich der 329. ordentlichen Vollversammlung der SBK in Del\u00e9mont\/JU. Die Begegnung fand im Rahmen des Prozesses \u00abGemeinsam auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche\u00bb statt. Von den gemeinsam von SBK und SKF anvisierten Zielen konnten nicht alle erreicht werden. Fruchtbar war die Begegnung trotzdem.<\/strong><\/p>\n<p>Die SKF-Delegation setzte sich aus Frauen aus dem ganzen Verband zusammen. Die Ortsvereine vertraten Annemarie Mattioli (Frauenverein, Horgen), Christiane Talary (Frauen f\u00fcr Frauen, Leimbach) und Ursi Camenzind (Frauengemeinschaft Muolen). Catherine Ulrich und Marie-Christine Conrath nahmen als Einzelmitglieder teil und vertraten die Frauen des Netzwerks \u00abLe R\u00e9seau des femmes en \u00c9glise\u00bb, das sich im Bistum Genf-Lausanne-Fribourg engagiert. Miriam Christen-Zarri nahm als Pr\u00e4sidentin des Kantonalverbands Uri teil. Angelika Hecht repr\u00e4sentierte den Kantonalverband Z\u00fcrich, Jacqueline Bollhalder den Kantonalverband St. Gallen-Appenzell. Die Perspektive des Dachverbandes brachten Pr\u00e4sidentin Simone Curau-Aepli, Vorstandsmitglied Iva Boutellier sowie Silvia Huber, SKF-Beauftragte f\u00fcr Theologie, ein. Die Delegation der SBK bestand aus ihren Mitgliedern sowie zwei Vorstandsmitgliedern des von der SBK eingesetzten Frauenrates, vertreten durch Marlies H\u00f6chli-John und Claudia Ibarra Arana.<\/p>\n<p><b>\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Ein historisches Treffen<\/b><\/p>\n<p>Wenngleich jeder der Bisch\u00f6fe zum Thema der Erneuerung schon im Dialog mit Frauen und M\u00e4nnern steht und Vertreterinnen des SKF mit einzelnen Bisch\u00f6fen Gespr\u00e4che f\u00fchrten, insbesondere mit Bischof Denis Theurillat, zust\u00e4ndig f\u00fcr das Thema Frauen in der Kirche und Pr\u00e4sident des SBK-Frauenrates, so sei dieses historische Treffen von SBK, SKF und Frauenrat eine Premiere, betonte Bischof Felix Gm\u00fcr. Die Delegationen waren sich einig, dass eine Erneuerung ohne den Einbezug von Frauen nicht m\u00f6glich sei, wenngleich die Positionen des SKF nicht die Haltungen aller Frauen in der katholischen Kirche repr\u00e4sentierten. Vier Workshops, basierend auf Zitaten aus dem nachsynodalen apostolischen Schreiben \u00abQuerida Amazonia\u00bb von Papst Franziskus bildeten das Herzst\u00fcck der Begegnung in Del\u00e9mont. Die Quintessenz der Passagen 99 bis 103, die von der Stellung und Bedeutung der Frau in der katholischen Kirche handeln, wurde von einer gemeinsamen Vorbereitungsgruppe der SBK und des SKF in vier S\u00e4tzen zusammengefasst, in gemischten Gruppen diskutiert und anschliessend im Plenum zusammenfassend vertieft. Bedauert wurde die Abwesenheit von Weihbischof Denis Theurillat, der die Vorbereitung der Begegnung wesentlich mitgetragen hatte, sich jedoch am Vortag bei einem Sturz den rechten Arm verletzte und deswegen nicht an der Begegnung teilnehmen konnte.<\/p>\n<p><b>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Ziele noch nicht erreicht, dennoch zielf\u00fchrend <\/b><\/p>\n<p>SBK und SKF nutzten das Treffen, um sich besser kennenzulernen und ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Die Workshops h\u00e4tten gezeigt, dass SBK und SKF gewillt sind, der Perspektive der anderen mit wohlwollender Neugierde zu begegnen. \u00abDie Tatsache, dass dieser Tag stattgefunden hat, war wichtig. Einander wahrzunehmen, im Verst\u00e4ndnis wie auch im Unverst\u00e4ndnis, ist wichtig\u00bb, meinte der Pr\u00e4sident der SBK, Bischof Felix Gm\u00fcr. Die Erwartungen an eine aufbauende und lebendige Kirche, in der sich alle gleichwertig, respektvoll und offen begegnen, wurden diskutiert, konnten aber noch nicht konkretisiert werden. Das Gleiche gilt f\u00fcr die Formulierung von Erwartungen an den Prozess \u00abGemeinsam auf dem Weg f\u00fcr die Erneuerung der Katholischen Kirche in der Schweiz\u00bb und den Umgang damit.<\/p>\n<p>Sowohl die n\u00e4chsten Schritte bei der Fortsetzung des Dialogs zwischen SBK und SKF wie auch der Erfolg des angestrebten Erneuerungsprozesses w\u00fcrden daran gemessen werden, wie die SBK mit den neuen Erkenntnissen umgehe, prognostizierte Miriam Christen-Zarri. Eine gemeinsame Medienkonferenz sowie ein bereits geplantes Auswertungsgespr\u00e4ch Mitte Oktober sind gesetzte Meilensteine auf dem weiteren gemeinsamen Weg.<\/p>\n<p><b>\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Stimmen von Frauen als Stimmen der Mit-Entscheidung <\/b><\/p>\n<p>Es herrschte weitgehend Konsens dar\u00fcber, dass die Frauen in Dienst\u00e4mtern und vor allem in Leitungsfunktionen innerhalb der r\u00f6misch-katholischen Kirche mehr Platz einnehmen m\u00fcssen. Alle Teilnehmenden w\u00fcrdigten, dass dies in einzelnen Bist\u00fcmern schon konkret umgesetzt werde. Der SKF hob hervor, dass diese Entwicklung weiter gef\u00f6rdert werden m\u00fcsse, \u00abweil die Leitungsgewalt kirchenrechtlich an das Weiheamt gebunden ist. Frauen (und nicht geweihte M\u00e4nner) werden dadurch von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen\u00bb, so Iva Boutellier.<\/p>\n<p>In den Gespr\u00e4chen wurde auch verschiedentlich die Herausforderung erw\u00e4hnt, auf diesem Gebiet sowohl in der Treue zur Offenbarung in den Heiligen Schriften und ganz besonders in den Worten und Taten Jesu als auch im Rahmen der universalkirchlichen Vorgaben eine Erneuerung der Kirche zu bewirken. Simone Curau-Aepli mahnte die Bisch\u00f6fe, ihre Verantwortung wahrzunehmen, um f\u00fcr gesunde und zeitgem\u00e4sse Strukturen in der Kirche zu sorgen.<\/p>\n<p><b>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Den Schmerz der Frauen anerkennen<\/b><\/p>\n<p>Den Vorwurf, der SKF sei prim\u00e4r an der Machtfrage interessiert, bestritten seine Vertreterinnen mit Vehemenz. Ihr Antrieb sei der Wille, Verantwortung in der r\u00f6misch-katholischen Kirche zu \u00fcbernehmen. Erneuerung f\u00fchre aus ihrer Sicht an einer partizipativen Gestaltung der Kirche nicht vorbei. Viele Frauen schmerze es zudem tief, nur als Bittstellerinnen oder Beraterinnen zu fungieren. Die Frauen d\u00fcrfen sich nicht damit zufriedengeben, dass M\u00e4nner \u00fcber Frauen sprechen, statt sie mit ihrer eigenen Stimme sprechen zu lassen. \u00abSolange wir nicht \u00fcber die Verletzungen der Vergangenheit sprechen, k\u00f6nnen wir nicht in eine gesunde gemeinsame Zukunft starten. Es braucht viel Empathie\u00bb, befand Karin Ottiger, Co-Gesch\u00e4ftsleiterin SKF.<\/p>\n<p><b>\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Verbindlichkeiten f\u00fcr den Wandel<\/b><\/p>\n<p>\u00abDie Bist\u00fcmer k\u00f6nnen nicht darauf hoffen, dass alles unver\u00e4ndert bleibt\u00bb, so Bischof Charles Morerod, \u00abdenn wir sind nicht mehr glaubw\u00fcrdig. Wir m\u00fcssen gemeinsam umkehren. Wir brauchen einen Wandel. Ich muss aber auch eingestehen, dass ich im Moment nicht weiss, wie und was wir konkret \u00e4ndern k\u00f6nnten.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abHeute sind alle von uns das Risiko eingegangen, kl\u00fcger zu werden. Diese Kultur wollen wir gemeinsam weiter pflegen, uns wieder treffen und \u00fcberpr\u00fcfen, wo und wie wir uns konkret f\u00fcr diese Erneuerung weiter einsetzen\u00bb, ermutigte Simone Curau-Aepli.<\/p>\n<p><b>\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p>Freiburg und Luzern, 18. September 2020<\/p>\n<p><b>\u00a0 <\/b><\/p>\n<p><b>Kontaktadressen f\u00fcr Medienanfragen <\/b><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Encarnaci\u00f3n Berger-Lobato, Leiterin Marketing und Kommunikation SBK, <a class=\"email\" href=\"mailto:berger-lobato@bischoefe.ch\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">berger-lobato@bischoefe.ch<\/a>, 079 552 04 40<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Marlies H\u00f6chli-John, Vorstand Frauenrat der SBK, <a class=\"email\" href=\"mailto:mhoechli@web.de\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">mhoechli@web.de<\/a>, 076 490 15 88<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Simone Curau-Aepli, SKF-Pr\u00e4sidentin, simone.curau@frauenbund.ch, 076 430 37 69<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sarah Paciarelli, SKF Kommunikation, sarah.paciarelli@frauenbund.ch, 078 611 511 7<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<table class=\"mitRahmen\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr class=\"bglight\">\n<td class=\"td1\" valign=\"top\">\n<p><b>Schweizer Bischofskonferenz (SBK)<\/b><\/p>\n<p>Die Schweizer Bischofskonferenz wurde 1863 als die weltweit erste Versammlung der Bisch\u00f6fe eines Landes gegr\u00fcndet, die regelm\u00e4ssig zusammentrifft, rechtlich strukturiert ist und sich mit kirchlichen Leitungsfunktionen befasst. Als Verein organisiert, ist sie ein Zusammenschluss der katholischen Bisch\u00f6fe aller Di\u00f6zesen sowie der \u00c4bte der Territorialabteien der Schweiz. Oberstes Gremium ist die Vollversammlung aller Bisch\u00f6fe, die j\u00e4hrlich viermal zusammentrifft. <a title=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\" href=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Schweizer Bischofskonferenz<\/a><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><b>\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<table class=\"mitRahmen\" style=\"width: 100%;height: 231px\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr class=\"bglight\" style=\"height: 231px\">\n<td class=\"td1\" style=\"height: 231px\" valign=\"top\">\n<p><b>SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund <\/b><\/p>\n<p>Der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund ist mit 130\u2018000 Mitgliedern,<\/p>\n<p>18 Kantonalverb\u00e4nden und 600 Ortsvereinen der gr\u00f6sste konfessionelle Frauendachverband der Schweiz. Der SKF engagiert sich f\u00fcr die Rechte aller Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik. <a title=\"https:\/\/www.frauenbund.ch\/\" href=\"https:\/\/www.frauenbund.ch\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.frauenbund.ch<\/a><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n\n<p><strong>Links<\/strong><br><br><a href=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/content\/view\/full\/14446\">Fotos Del\u00e9mont 2020<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), eine Delegation des Frauenrates der SBK und eine Delegation des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) trafen sich am 15. September 2020 anl\u00e4sslich der 329. ordentlichen Vollversammlung der SBK in Del\u00e9mont\/JU. Die Begegnung fand im Rahmen des Prozesses \u00abGemeinsam auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche\u00bb statt. 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