{"id":3045,"date":"2014-12-26T02:40:00","date_gmt":"2014-12-26T01:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=3045"},"modified":"2021-04-19T09:38:20","modified_gmt":"2021-04-19T07:38:20","slug":"bischof-markus-buechel-zur-papstbotschaft-zum-weltfriedenstag-am-1-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/bischof-markus-buechel-zur-papstbotschaft-zum-weltfriedenstag-am-1-januar-2015\/","title":{"rendered":"Bischof Markus B\u00fcchel zur Papstbotschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<div class=\"attribute-sub_title\">\n<div class=\"attribute-sub_title\">\n<h5>Appell an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger auch in der Schweiz<\/h5>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<p><strong>Der Pr\u00e4sident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus B\u00fcchel, legt die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag den Schweizer Politikerinnen und Politikern ans Herz. Der Papst ruft dazu auf, alle Formen moderner Sklaverei zu bek\u00e4mpfen, welche auch heute noch Millionen Menschen knechten. Dazu mahnt Bischof Markus B\u00fcchel die Politiker auch zur Sorge zu tragen f\u00fcr die internationalen, in die unser Land eingebunden ist, welche f\u00fcr die Schweiz wie f\u00fcr unsere Vertragspartner von elementarer Bedeutung sind.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-description\">\n<div id=\"content-sidebar\">\n<div class=\"p5 bg-gradient\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<p>Sehr geehrte Parlamentarierin, sehr geehrter Parlamentarier der eidgen\u00f6ssischen R\u00e4te<\/p>\n<p>Sie tragen mit Ihrem politischen Mandat eine grosse Verantwortung f\u00fcr die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft. Diese Verantwortung verlangt von Ihnen sehr viel zeitliches und pers\u00f6nliches Engagement. Ich m\u00f6chte Ihnen deshalb zu Beginn des neuen Jahres f\u00fcr Ihre wertvolle und anspruchsvolle Arbeit aufrichtig danken.<\/p>\n<p>Ich verbinde diesen Dank mit einem Hinweis auf die Botschaft von Papst Franziskus zum 1. Januar, dem Weltfriedenstag. Papst Franziskus appelliert an uns alle, jede Form von Ausbeutung von Menschen durch Menschen zu \u00fcberwinden, damit wir \u201enicht mehr Knechte, sondern Br\u00fcder und Schwestern\u201c werden.<\/p>\n<p>Dieser Appell geschieht vor dem Hintergrund der vielf\u00e4ltigen Formen moderner Sklaverei, die auch heute noch in vielen Regionen unser Welt grassieren und unter der Millionen von Menschen tagt\u00e4glich leiden. Der Papst erinnert an Arbeiterinnen und Arbeiter, die unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden, Migranten, die ohne Perspektive ihr Leben fristen m\u00fcssen, Frauen und Kinder, die zur Prostitution gezwungen werden, Menschen, deren Organe wie Handelsware verschachert werden, junge M\u00e4nner, die von regul\u00e4ren Armeen oder terroristischen Gruppen zwangsrekrutiert und in den vielen bewaffneten Konflikten zum T\u00f6ten gezwungen werden und zahllose andere.<\/p>\n<p>Dabei betont Papst Franziskus, dass das Schicksal dieser versklavten Br\u00fcder und Schwestern auch uns angeht, dass wir alle unsere Verantwortung f\u00fcr gerechte Wirtschafts- und Handelssysteme wahrnehmen m\u00fcssen, sei es als Konsumenten, als Unternehmer oder als Politiker. Hier betont Papst Franziskus die nationale Gesetzgebung zur Migration, zur Arbeit, zur Adoption, zur Standortverlagerung und zur Korruptionsbek\u00e4mpfung. Von elementarer Bedeutung sind aber auch zwischenstaatliche und internationale Institutionen, welche die Zusammenarbeit&nbsp; auf verschiedenen Ebenen erm\u00f6glichen. Angesichts aktueller politischer Debatten in unserem Land m\u00f6chte ich Ihnen, geehrte Parlamentarierinnen und Parlamentarier, als Pr\u00e4sident der Schweizer Bischofskonferenz vor allem auch diesen Punkt ans Herz legen: Tragen Sie Sorge zu den internationalen Vereinbarungen, in die unser Land eingebunden ist und welche f\u00fcr die Schweiz wie f\u00fcr unsere Vertragspartner von elementarer Bedeutung sind. Ich erinnere deshalb auch an die klaren Worte von Papst Franziskus bei seinem k\u00fcrzlichen Besuch der europ\u00e4ischen Institutionen in Strassburg.<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, ich schliesse meinen Brief an Sie mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr ein friedfertiges, frohes und fruchtbringendes Jahr 2015. M\u00f6ge Gott uns begleiten und best\u00e4rken in unserem Engagement f\u00fcr eine geschwisterliche Welt ohne Sklaverei und Ausbeutung.<\/p>\n<p><i>Freiburg, 26. Dezember 2014 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/i><\/p>\n<p class=\" text-left\"><i>Ihr Bischof Markus B\u00fcchel<\/i><br><i>&nbsp;Pr\u00e4sident der Schweizer Bischofskonferenz<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<a class=\"download\" href=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/05\/PapstFranziskuszumWeltfriedenstagam1.Januar2015.pdf\" download>Papst Franziskus zum Weltfriedenstagam 1. 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