{"id":2869,"date":"2018-02-02T11:55:54","date_gmt":"2018-02-02T10:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=2869"},"modified":"2020-07-02T15:29:40","modified_gmt":"2020-07-02T13:29:40","slug":"jahresbericht-2017-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/jahresbericht-2017-2\/","title":{"rendered":"Jahresbericht 2017"},"content":{"rendered":"<p><b>Jahresbericht 2017 &nbsp;der Fachstelle Palliative Care der Schweizer Bischofskonferenz<\/b><\/p>\n<p>Im ersten Berichtsjahr der neu geschaffenen Stelle ist vor allem von Aufbauaktivit\u00e4ten zu berichten. Wir hoffen, dass die in 2017 get\u00e4tigten Aktivit\u00e4ten ab 2018 auch Wirkung zeigen.<\/p>\n<p>Wie in den Rahmenbedingungen (Projektorganisation Punkt 1) festgehalten wurde, geht es vor allem um eine gute Vernetzung innerhalb der Katholischen Kirche sowie im \u00f6kumenischen und gesellschaftlichen Rahmen. Nicht zuletzt soll die Fachstelle dazu beitragen, den Anliegen der\u00abPalliative Care\u00bb auch in der Pastoral Gewicht zu geben.<\/p>\n<p><b>Projektziele<\/b><\/p>\n<p><b>Aufbau von Strukturen: Fachgremium<\/b><\/p>\n<p>Damit das Thema auch innerkirchlich gut verankert ist und Synergien genutzt werden k\u00f6nnen, wurde von der Bischofskonferenz ein Fachgremium berufen, welche die Fachstellenleiterin unterst\u00fctzt. Das Fachgremium hat im Berichtsjahr dreimal getagt. An einer ersten Sitzung wurden die Vernetzungen mit anderen Gremien und Akteuren gesammelt und gekl\u00e4rt. So konnte sichergestellt werden, dass sich die Katholische Kirche in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen kann. An einer zweiten Sitzung wurde im weitesten Sinn \u00fcber \u00d6ffentlichkeitsarbeit gesprochen. Es wurde entschieden, dass eine Tagung stattfinden soll, welche die vielen guten Erfahrungen mit Seelsorge in Palliative Care sammeln und das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten soll. Aus diesem Grund wurden Referentinnen und Referenten eingeladen, welche aus der Sicht der Pflege, der Medizin, der Gesundheitspolitik und der Ausbildung ihre Erfahrungen und Zukunftsperspektiven einbringen und diskutieren. Die Vorbereitungen zu dieser Tagung sind noch im Gange.<\/p>\n<p>Es war immer auch klar, dass die \u00f6kumenische Zusammenarbeit unabdingbar ist und aus diesem Grund laufen auch Vorbereitungen f\u00fcr eine nationale \u00f6kumenische Tagung im September 2018. Die Ergebnisse der Tagung vom M\u00e4rz sollen in die Diskussion im Herbst einfliessen. &nbsp;Die Ergebnisse der beiden Tagungen sind dann der Grundstein f\u00fcr das Arbeitspapier \u00abkatholische Seelsorge in Palliative Care 2018-2021\u00bb, welches das Fachgremium bis im M\u00e4rz 2019 der Bischofskonferenz vorlegen wird.<\/p>\n<p>An ihrer dritten Sitzung befasste sich das Fachgremium u.a. mit inhaltlichen Fragen der \u00f6kumenischen Tagung und mit ersten Ideen f\u00fcr das zu formulierende Arbeitspapier.<\/p>\n<p><b>Sicherstellung der Koordination<\/b><\/p>\n<p>Die Kontakte zum Bundesamt f\u00fcr Gesundheit und zu palliative ch sind sehr erfreulich. Die Fachstelle wurde an beiden Orten mit viel Interesse wahrgenommen und verschiedene Gespr\u00e4che haben stattgefunden. Die Fachstellenleiterin ist Mitglied der Plattform Palliative Care des BAG und beteiligt sich aktiv an den Veranstaltungen. So hat die Katholische Kirche auch auf dieser Ebene eine Stimme. Mit der Pr\u00e4sidentin von palliative ch wurden verschiedene M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit angeschaut. Es besteht die M\u00f6glichkeit, dass sich die Katholische Kirche beteiligt am&nbsp;<i>pallifon<\/i>&nbsp;\u2013 einer nationalen Telefonnummer f\u00fcr Fragen rund um Palliative Care, oder an der Palliativ-Karte, einem interaktiven Tool, welches computerbasiert Hilfestellungen bietet. Die Gespr\u00e4che f\u00fcr beide Projekte sind im Gange.&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00d6ffentlichkeitsarbeit<\/b><\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres war das mediale Interesse an der neuen Stelle gegeben. Einige Printmedien, sowie Radiostationen waren an inhaltlichen Informationen zur neuen Stelle interessiert. Radio Fribourg brachte ein l\u00e4ngeres Interview mit der Fachstellenleiterin.<\/p>\n<p>Verschiedene Anfragen f\u00fcr Referate gaben die M\u00f6glichkeit, das Thema Palliative Care, sowie das Engagement der Bischofkonferenz einem breiteren Publikum vorzustellen. Vor allem im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Schweiz und der Paulusakademie gab es interessante Diskussionen.<\/p>\n<p>Die Dekanatsweiterbildung im Bistum Chur zum Thema \u00abSpiritual Care\u00bb war eine weitere Gelegenheit, das Thema in der Pastoral zu verankern. Ebenso ein Weiterbildungshalbtag bei \u00abPastorale de la Sant\u00e9\u00bb in Fribourg.<\/p>\n<p><b>Aus- und Weiterbildung<\/b><\/p>\n<p>Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Reflexion der Aus- und Fortbildung der spezialisierten Seelsorge.&nbsp; Wie sieht eine Grund- und Weiterbildung von Seelsorgenden aus, welche sich im Bereich von Palliative Care und Spiritual Care engagieren? Wie kann die Seelsorge zu einer guten Interdisziplinarit\u00e4t beitragen?<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang konnte die Fachstellenleiterin Gespr\u00e4che f\u00fchren mit Exponentinnen und Exponenten der Aus- und Weiterbildung an der Theologischen Hochschule Chur, der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, dem Theologischen Bildungsinstitut tbi, sowie dem CPT-Lehrgang.<\/p>\n<p>Da unter dem Wort \u201eSpiritual Care\u201c gegenw\u00e4rtig sehr Unterschiedliches verstanden wird, was in der Diskussion zu vielen Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrt, ist es wichtig zun\u00e4chst zu kl\u00e4ren, welche Modelle und Ans\u00e4tze jeweils zur Diskussion stehen. Je nachdem stellen sich andere Fragen f\u00fcr eine kirchlich beauftragte Seelsorge. Leitlininen und Standards, wie sie derzeit von der Taskforce Spiritual Care und der Fachgruppe Seelsorge von palliative ch entwickelt werden, sind dazu von grosser Bedeutung.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, die Herausforderungen, welche eine immer \u00e4lter werdende Gesellschaft an die Seelsorge stellt, nicht aus den Augen zu verlieren und entsprechende Massnahmen in der Aus- und Weiterbildung von Seelsorgenden zu beachten.<\/p>\n<p><b>Schlussbemerkungen<\/b><\/p>\n<p>Im Bereich Palliative Care l\u00e4uft ausserordentlich viel, sowohl in der Schweiz als auch international (das hat auch die Internationale Tagung Palliative Care in Genf eindr\u00fccklich gezeigt). In der Schweiz werden die Kirchen als Gespr\u00e4chspartner ernst genommmen und sind teilweise auch sichtbar (Fachgruppe Seelsorge bei palliative ch)<\/p>\n<p>Kritisch zu bemerken ist aus Sicht der Fachstellenleiterin, dass Palliative Care und Spiritual Care zum \u00abMarkt\u00bb geworden sind, der auch umk\u00e4mpft ist. Wer macht welche Aus- und Weiterbildung zu welchem Preis? Wer generiert f\u00fcr welches Projekt wieviel Geld?&nbsp; Zu welchem Thema wird eine Konferenz lanciert mit oft denselben ReferentInnen und Teilnehmenden?<\/p>\n<p>Die \u00d6konomie und die Politik spielen eine wesentliche Rolle (DRG, Tarmed etc) Hier w\u00e4ren politische Stellungnahmen und eine grunds\u00e4tzliche Wertedebatte n\u00f6tig, welche nicht ausschliesslich vom Fachgremium und der Fachstelle Palliative Care ausgehen m\u00fcsste, sondern vielmehr ein Zusammenspiel von mehreren Kommissionen erfordert (Justitia et Pax, Bioethikkommission) sowie mit dem Pastoralsoziologisches Institut.<\/p>\n<p>Um l\u00e4ngerfristig eine ernstzunehmende Stimme in diesem auch politisch-\u00f6konomischen Diskurs zu sein, sind mit Blick auf die k\u00fcnftige Pastoral im Gesundheitswesen Strategie\u00fcberlegungen unerl\u00e4sslich, die sowohl ethische und pastoraltheologische Aspekte ber\u00fccksichtigen als auch nach Best-Practice-Modellen f\u00fcr Seelsorge im Bereich Palliative Care fragen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Z\u00fcrich, Dezember 2017<\/p>\n<p>Jeanine Kosch<\/p>\n<p>Fachverantwortliche Palliative Care<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/09\/logo_sbk_RGB_4-langues_officiel-1024x230.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1481\" width=\"340\" height=\"76\" srcset=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/09\/logo_sbk_RGB_4-langues_officiel-1024x230.jpg 1024w, https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/09\/logo_sbk_RGB_4-langues_officiel-300x67.jpg 300w, https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/09\/logo_sbk_RGB_4-langues_officiel-768x172.jpg 768w, https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/09\/logo_sbk_RGB_4-langues_officiel.jpg 1051w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/figure>\n\n\n<a class=\"download\" href=\"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/05\/Jahresbericht2017_d.pdf\" download>Jahresbericht 2017 <i class=\"fa btn btn-download fa-download\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresbericht 2017 &nbsp;der Fachstelle Palliative Care der Schweizer Bischofskonferenz Im ersten Berichtsjahr der neu geschaffenen Stelle ist vor allem von Aufbauaktivit\u00e4ten zu berichten. Wir hoffen, dass die in 2017 get\u00e4tigten Aktivit\u00e4ten ab 2018 auch Wirkung zeigen. Wie in den Rahmenbedingungen (Projektorganisation Punkt 1) festgehalten wurde, geht es vor allem um [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[75],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2869"}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2869"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5001,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2869\/revisions\/5001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}