{"id":2067,"date":"2013-09-09T11:08:01","date_gmt":"2013-09-09T09:08:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=2067"},"modified":"2021-02-01T10:08:10","modified_gmt":"2021-02-01T09:08:10","slug":"zulassung-der-praeimplantationsdiagnostik-fuehrt-auf-eine-schiefe-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/zulassung-der-praeimplantationsdiagnostik-fuehrt-auf-eine-schiefe-bahn\/","title":{"rendered":"Zulassung der Pr\u00e4implantationsdiagnostik f\u00fchrt auf eine schiefe Bahn"},"content":{"rendered":"<div class=\"attribute-short_description\">\n<div class=\"attribute-sub_title\">\n<p><strong>Bioethik-Kommission der Schweizer Bischofskonferenz<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-short_description\">\n<p>Wer darf im Medizinlabor ungeborenes Leben sortieren, selektieren und eliminieren? Mit Besorgnis reagiert die Bioethik-Kommission der Schweizer Bischofskonferenz auf die Entscheidung der Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur des St\u00e4nderats (WBK-S), auf die bundesr\u00e4tliche Vorlage zur Zulassung der Pr\u00e4implantationsdiagnostik (PDI) einzutreten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-description\">\n<p>Die WBK-S stimmt nicht nur der vom Bundesrat vorgeschlagenen Richtung zu, sondern m\u00f6chte gar die Einschr\u00e4nkungen, die dieser machen will, noch weiter fassen. Die Herangehensweise nach dem puren N\u00fctzlichkeitsprinzip sorgt f\u00fcr eine schiefe Bahn: Wenn man f\u00fcr die Aufweichung der Einschr\u00e4nkungen pl\u00e4diert, werden unvermeidlich weitere Ausweitungen folgen. F\u00fcr den Eintritt in das Zeitalter eugenischer Praktiken wird die T\u00fcre weit ge\u00f6ffnet: Die PID f\u00e4llt in den Bereich der Eugenik, wie der Bundesrat selbst in seiner Botschaft explizit festh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wir denken, dass \u2013 anders als man glauben machen m\u00f6chte \u2013 wir uns hier nicht auf einem Feld des Fortschritts bewegen, sondern auf jenem der Dekonstruktion des &#8222;Miteinander Lebens&#8220;. Eine Gesellschaft wird nicht besser, indem man dazu erm\u00e4chtigt, die einen zu selektionieren, die man als die &#8222;T\u00fcchtigen&#8220; erachtet und die anderen zu eliminieren. Eine Gesellschaft ist dann im echten Sinn human, wenn sie sich, gegen Leiden und Krankheit k\u00e4mpfend, f\u00e4hig zeigt, jeden Menschen in seiner W\u00fcrde anzunehmen und den kleinsten und verletzlichsten Menschenkindern Platz zu verschaffen. Gest\u00fctzt auf dieses humanistische und evangelische Prinzip wird die katholische Kirche es immer ablehnen, das Sortieren, Selektionieren und Eliminieren menschlicher Wesen als Fortschritt zu betrachten. Sie tritt im Gegenteil daf\u00fcr ein, die Technik in die Richtung von innovativen L\u00f6sungen zu orientieren, welche das ganze menschliche Leben respektieren.<\/p>\n<p>Freiburg i. \u00dc., 13. September 2013<\/p>\n<p>Prof. Thierry Collaud<br \/>\nPr\u00e4sident der Bioethik-Kommission der Schweizer Bischofskonferenz<\/p>\n<p><i>F\u00fcr Ausk\u00fcnfte<\/i><i>:<\/i><br \/>\n<i>&nbsp;Prof. Thierry Collaud, Pr\u00e4sident der Bioethik-Kommission (+41 26 300 74 49,&nbsp;<a class=\"email\" href=\"mailto:thierry.collaud@unifr.ch\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">thierry.collaud@unifr.ch<\/a>),<\/i><br \/>\n<i>&nbsp;Doris Meier, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kommission (+41 79 361 98 16,&nbsp;<a class=\"email\" href=\"mailto:doris.meier@bischoefe.ch\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">doris.meier@bischoefe.ch<\/a><\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer darf im Medizinlabor ungeborenes Leben sortieren, selektieren und eliminieren? 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