{"id":1525,"date":"2019-06-06T18:10:14","date_gmt":"2019-06-06T16:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?p=1525"},"modified":"2021-04-22T13:56:24","modified_gmt":"2021-04-22T11:56:24","slug":"324-ao-st-gerold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/324-ao-st-gerold\/","title":{"rendered":"Die Sorgen der Gl\u00e4ubigen sind auch die Sorgen der Bisch\u00f6fe!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die 324. ordentliche Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) fand vom 3.-5. Juni in der Propstei St. Gerold in \u00d6sterreich statt. Die Propstei St. Gerold ist eine Filialniederlassung des beliebten Schweizer Wallfahrtsorts Einsiedeln und geh\u00f6rt seit dem 13. Jahrhundert zu dieser Abtei.<\/strong><br><br><strong>Empfang durch den Ortsbischof<\/strong><br><br>Die Mitglieder der SBK wurden zu ihrer ersten Tagung in St. Gerold pers\u00f6nlich von Bischof Dr. Benno Elbs, Bischof von Feldkirch (\u00d6sterreich), empfangen. Er erinnerte an die gemeinsame Vergangenheit des Vorarlbergs mit dem Bistum Chur. Das Bistum Feldkirch wurde 1968 errichtet.<br><br><strong>Begr\u00fcssung des Apostolischen Administrators von Chur<\/strong><br><br>Nach der Emeritierung von Bischof Dr. Vitus Huonder war erstmals Bischof Peter B\u00fcrcher mit dabei als Apostolischer Administrator des Bistums Chur. Die Mitglieder der SBK hiessen ihn &#8211; erneut &#8211; herzlich willkommen. Er war bereits von 1994 bis 2007 als Weihbischof von Lausanne, Genf und Freiburg Mitglied der SBK, bis er zum Bischof von Reykjavik ernannt wurde. Die SBK freut sich, von seinem grossen Erfahrungsschatz profitieren zu k\u00f6nnen und w\u00fcnscht ihm in Chur \u00abf\u00fcr die wenigen Monate\u00bb alles erdenklich Gute und Gottes Segen. Bischof Peter B\u00fcrcher kommentierte die br\u00fcderliche Begr\u00fcssung mit der Feststellung, dass er als Bischof in Island gelernt habe, \u00absowohl ins sehr kalte als auch ins heisse Wasser zu springen\u00bb.<br><br><strong>In Erinnerung an Bischof Am\u00e9d\u00e9e Grab<\/strong><br><br>Eine Woche nach der Bestattung von Bischof Am\u00e9d\u00e9e Grab in Chur gedachten seine Mitbr\u00fcder seiner im Gebet. M\u00f6ge er in Frieden ruhen und f\u00fcr alles Gute, das er gewirkt hat, reichlich belohnt werden.<br><br><strong>Appelle zur Erneuerung der Kirche<\/strong><br><br>Die Mitglieder der SBK haben verschiedene offene Briefe und Appelle zur Kenntnis genommen, die zur Erneuerung in der katholischen Kirche aufrufen. Die SBK erkennt darin den Ausdruck einer Krise in unserer Kirche. Die Sorgen der Gl\u00e4ubigen sind auch die Sorgen der Bisch\u00f6fe!<br><br>Auf Bistumsebene werden bereits verschiedene Gespr\u00e4chsrunden gef\u00fchrt. Die SBK w\u00fcnscht, dass das Wort Gottes von allen geh\u00f6rt und erfahren werden kann. Deshalb m\u00f6chte auch sie \u00fcber die Fragen und Forderungen in einen Dialog treten.<br><br>Die gestellten Fragen und Forderungen sind in ihrer Komplexit\u00e4t und Diversit\u00e4t so herausfordernd, dass die SBK diese im Verbund mit vielen Gl\u00e4ubigen angehen m\u00f6chte. Eine Arbeitsgruppe wird eine Auslegeordnung der angesprochenen Themen (z.B. Rolle der Frauen\/ Z\u00f6libat und viri probati\/ sexuelle \u00dcbergriffe und Machtmissbrauch\/ Glaube und Glaubensweitergabe) vornehmen. Sie soll auch pr\u00fcfen, nach welcher Methode die Themenbl\u00f6cke am besten angegangen werden k\u00f6nnen, welche Personen beigezogen werden sollten und welche Vorschl\u00e4ge allenfalls zuhanden der Universalkirche zu formulieren sind. Erfahrungen aus Dialogrunden zu diesen Themen aus den Bist\u00fcmern sollen ebenfalls in diese Arbeitsgruppe einfliessen.<br><br>Bei der Frage der zu w\u00e4hlenden Methode spielt das synodale Vorgehen eine wichtige Rolle. Zur Kl\u00e4rung der Frage \u00abWas heisst Synodalit\u00e4t in der Kirche?\u00bb will die SBK ihre Gremien einbeziehen und die Frage auch theologisch beleuchten.<br><br>Die Bischofskonferenz begibt sich auf diesen Weg in grosser Zuversicht auf die Unterst\u00fctzung durch den Heiligen Geist und das Gebet aller Gl\u00e4ubigen.<br><br><strong>Organtransplantation<\/strong><br><br>Die im vergangenen April zustande gekommene Volksinitiative <em>Organspende f\u00f6rdern &#8211; Leben retten<\/em> beabsichtigt, die Anzahl Organspenden zu erh\u00f6hen, indem die jetzige Regelung der expliziten Zustimmung durch das Prinzip der vermuteten Zustimmung ersetzt wird. Dadurch w\u00fcrde die Spende von Organen, Geweben und Zellen jeder verstorbenen Person automatisch erfolgen, es sei denn, die betreffende Person hat zu Lebzeiten ihre Ablehnung ge\u00e4ussert (Widerspruchsl\u00f6sung).<br><br>Die SBK erinnert daran, dass eine Organspende sittlich und sogar verdienstvoll sein kann, vorausgesetzt, die Spenderin oder der Spender stimmt dem in vollem Wissen zu. Wie Papst Franziskus k\u00fcrzlich betont hat, ist die Organspende \u201eAusdruck der Barmherzigkeit und der sozialen Verantwortung sowie unserer universellen Geschwisterlichkeit, die alle M\u00e4nner und Frauen miteinander verbindet\u201c. F\u00fcr die Gl\u00e4ubigen sei es als \u201eein Geschenk an den leidenden Herrn\u201c zu verstehen, eine Geste der grossz\u00fcgigen Liebe.<br><br>Ein Geschenk setzt die ausdr\u00fcckliche Freiwilligkeit des Schenkenden voraus. Aus Sicht der SBK st\u00fcnde die Einf\u00fchrung einer Widerspruchsl\u00f6sung dem Grundsatz der ausdr\u00fccklichen Freiwilligkeit entgegen. Aus diesem Grund lehnt sie die Widerspruchsl\u00f6sung ab.<br><br>Obwohl Organspende ein Akt der Liebe ist, h\u00e4lt die SBK auch fest, dass daraus keine moralische Pflicht abgeleitet werden kann. Wer sich nicht f\u00fcr eine Organspende entscheidet, kann somit keineswegs moralisch verurteilt werden.<br><br>Aus ihrer Erfahrung in der Seelsorge wissen die Bisch\u00f6fe, dass h\u00e4ufig die Angeh\u00f6rigen diese folgenschweren Entscheidungen zu treffen haben. Deshalb ermutigen sie alle Gl\u00e4ubigen, ihren diesbez\u00fcglichen Willen mit ihren Angeh\u00f6rigen zu besprechen.<br><br><strong>Schweizer Delegation am Internationalen Jugendforum in Rom<\/strong><br><br>Vom 19.-22. Juni 2019 organisiert das <em>Dikasterium f\u00fcr die Laien, die Familien und das Leben<\/em> in Rom ein Internationales Jugendforum. Ziel dieses postsynodalen Treffens ist die konkrete Umsetzung der Vorschl\u00e4ge aus der Jugendsynode aus der Perspektive der Jugendpastoral. Jede Bischofskonferenz wurde eingeladen, zwei Jugendliche zu delegieren. Ebenfalls teilnehmen werden einige Jugendliche, welche bereits an der Jugendsynode anwesend waren sowie weitere von internationalen Laienverb\u00e4nden delegierte Jugendliche.<br><br>Die SBK hat Aline Jacquier (geb. 1989, VS, di\u00f6zesane Jugendkommission, Festival OpenSky, Weltjugendtag) und Roman Fiabane (geb. 1992, ZH, Pfarreirat B\u00fclach, Adoray Z\u00fcrich, Synode Z\u00fcrich) als Delegierte ans Jugendforum ernannt.<br><br>Als Expertin aus der Schweiz wird auch Claire Jonard (Koordinatorin am Centre romand des vocations und Projektleiterin Jugendpastoral Suisse romande) teilnehmen, welche auf Einladung des Dikasteriums nach Rom reisen wird.<br><br><strong>Begegnung mit dem Nuntius<\/strong><br><br>Zum traditionellen Besuch des Apostolischen Nuntius in der Schweiz hat die SBK Erzbischof Dr. Thomas Edward Gullickson sowie Nuntiaturrat Mgr. Dr. Jos\u00e9 Manuel Alcaide Borreguero empfangen.<br><br><strong>Welttag der Kranken und Schweizer Krankensonntag<\/strong><br><br>Ab 2020 werden in der Schweiz sowohl der 11. Februar als <em>Welttag der Kranken<\/em> als auch der erste Sonntag im M\u00e4rz als <em>Schweizer Krankensonntag (\u00abdimanche des malades\u00bb bzw. \u00abgiornata del malato\u00bb)<\/em> angesetzt. Das zust\u00e4ndige Mitglied der SBK wird einen Text zum <em>Schweizer Krankensonntag<\/em> ver\u00f6ffentlichen.<br><br><strong>Treffen mit dem Fastenopfer<\/strong><br><br>Die Bischofskonferenz traf sich mit einer Delegation des Stiftungsrates und der Gesch\u00e4ftsleitung von Fastenopfer. Das Treffen diente der Information und dem Austausch \u00fcber die Entwicklung und die Perspektiven des katholischen Hilfswerks. Die Bisch\u00f6fe \u00fcbermittelten Dank und Anerkennung f\u00fcr das segensreiche Wirken des Fastenopfer und unterst\u00fctzen alle Anstrengungen zum Wohl der \u00c4rmsten.<br><br><strong>Ernennung<\/strong><br><br>Die SBK hat <strong>Sr. Nadja B\u00fchlmann<\/strong>, Kloster Baldegg, zur Richterin am Interdi\u00f6zesanen Gericht ernannt.<br><br><strong>Jahresbericht 2018 der SBK<\/strong><br><br>Das Generalsekretariat hat den Jahresbericht 2018 der SBK ver\u00f6ffentlicht. Dieser erscheint auf <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/\" target=\"_blank\">Deutsch<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.eveques.ch\/\" target=\"_blank\">Franz\u00f6sisch<\/a>. Darin enthalten sind die wichtigsten T\u00e4tigkeiten sowohl deren Mitglieder als auch deren Kommissionen, Arbeitsgruppen, Gespr\u00e4chsgruppen und Fachgremien. Gedruckte Exemplare k\u00f6nnen unter <a href=\"mailto:sekretariat@bischoefe.ch\">sekretariat@bischoefe.ch<\/a> bestellt werden.<br><br>St. Gerold, 5. Juni 2019<\/p>\n\n\n\n<p>Schweizerische Bischofskonferenz<br>Encarnaci\u00f3n Berger-Lobato<br>Leiterin Marketing &amp; Kommunikation<br>Alpengasse 6, Postfach<br>1701 Freiburg<br>+41 26 510 15 15<br>+41 79 552 04 40<br><a href=\"mailto:berger-lobato@bischoefe.ch\">berger-lobato@bischoefe.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>324. o.V. &#8211; 3.-5. 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