{"id":787,"date":"2020-05-03T18:46:51","date_gmt":"2020-05-03T16:46:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bischoefe.ch\/?page_id=787"},"modified":"2020-10-28T11:54:11","modified_gmt":"2020-10-28T10:54:11","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/staging.sbkcescvs.ch\/bischoefe\/wir\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<h3>Anfang und Ursprung der SBK<\/h3>\n<p><br \/>Die Schweizer Bischofskonferenz wurde 1863 als die weltweit erste Versammlung der Bisch\u00f6fe eines Landes gegr\u00fcndet, die regelm\u00e4ssig zusammentrifft, rechtlich strukturiert ist und sich mit kirchlichen Leitungsfunktionen befasst. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts waren es vor allem die h\u00f6chst politischen Zeitfragen des Kulturkampfes*, die an der Kirche nicht spurlos vorbeigingen. Der Sonderbundskrieg** lag erst wenige Jahre zur\u00fcck und der Stand der Katholiken war nach der Niederlage der katholischen Kantone alles andere als einfach. Im neuen, progressiven und liberalen Bundesstaat von 1848 waren sie begreiflicherweise weniger grossz\u00fcgig bedacht worden als ihre protestantischen, liberalen Mitb\u00fcrger. <br \/><br \/>Von Anfang an widmete sich die Bischofskonferenz daher konkreten Fragen wie verbesserten Bildungschancen und -m\u00f6glichkeiten f\u00fcr Katholiken, Schutz von Ehe und Familie, Erhalt von landesweiten Feiertagen und der Verteidigung kirchlicher Rechte bei Beerdigungen und Trauungen. Daneben standen die Anforderungen der Zeit an eine flexible und zeitgem\u00e4sse Pastoral, die Unterst\u00fctzung und Ausbildung junger Seelsorger und die staatsrechtliche Sicherheit der Kirche im Vordergrund. <br \/><br \/>Die Fragen sind zwischenzeitlich andere, doch die Schweizer Bischofskonferenz zeigt sich nach wie vor in einer modernen, sich stetig wandelnden Gesellschaft pr\u00e4sent und engagiert. Nach mehreren Reformen innerhalb der SBK, den \u00fcberarbeiteten Reglementen von 1863, 1961 und schliesslich 1965 und vielen guten Impulsen hin zu h\u00f6herer Effizienz und weniger B\u00fcrokratie ist die Bischofskonferenz heute ein selbstst\u00e4ndiges Leitungsgremium mit gemeinrechtlichem Aufbau, das innerhalb der Kirche auf nationaler Ebene mit kollegialen und hierarchischen Organen zu einer eigenen Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung befugt ist. Dank solider und professioneller Medienarbeit ist sie ein transparentes Instrument im Dienste der Schweizer Kirche und damit aller Katholiken unseres Landes.<br \/><br \/>*Kulturkampf (1871\u20131883): Durch Bismarck eingeleitete Bek\u00e4mpfung des Einflusses, welcher f\u00fcr die Einheit von Deutschland durch die katholische Kirche in den deutschen Staaten f\u00fcr gef\u00e4hrlich gehalten wurde. Der Kulturkampf sollte dann auch Auswirkungen auf die religi\u00f6se Politik in der Schweiz und in \u00d6sterreich haben.<br \/><br \/>**Sonderbund: B\u00fcndnis, welches am 11. Dezember 1845 durch die Schweizer Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zug, Freiburg und Wallis gebildet wurde. Diese Kantone, katholisch und konservativ, wollten ihre Souver\u00e4nit\u00e4t angesichts der Machenschaften der Radikalen bewahren, die ihnen eine antiklerikale Politik aufdr\u00e4ngen wollten. Der Bundestag (Di\u00e4t) (wo die Radikalen mehrheitlich waren) forderte sodann die Aufl\u00f6sung des Sonderbunds und die Ausweisung der Jesuiten (20. Juli 1847), was zu einem dreiw\u00f6chigen Krieg f\u00fchrte.<br \/><br \/>Quelle: <em>Schweizerische Kirchenzeitung<\/em> (SKZ) 48, 1. Dezember 1983<\/p>\n<h4><a href=\"https:\/\/www.bischoefe.ch\/wir\/geschichte\/praesidenten-der-sbk\/\">Die Pr\u00e4sidenten der SBK<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang und Ursprung der SBK Die Schweizer Bischofskonferenz wurde 1863 als die weltweit erste Versammlung der Bisch\u00f6fe eines Landes gegr\u00fcndet, die regelm\u00e4ssig zusammentrifft, rechtlich strukturiert ist und sich mit kirchlichen Leitungsfunktionen befasst. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. 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